© Reuters/JOHN ADKISSON

Deutschland
01/26/2014

E-Mail-Daten-Klau: Spur führt nach Osteuropa

Bei Ermittlungen gegen den BKA-Trojaner war man auf E-Mail-Adressen samt dazugehöriger Passwörter gestoßen. Die Hintermänner werden im Baltikum vermutet.

Die millionenfach entwendeten E-Mail-Daten aus Deutschland sind nach Spiegel-Informationen von Cyberkriminellen aus Osteuropa, genauer gesagt dem Baltikum, gesammelt worden. Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden hätten den Datendiebstahl zufällig bei Ermittlungen gegen Hintermänner des sogenannten BKA-Trojaners entdeckt.

Bei dem Trojaner handelt es sich um eine Erpressungs-Software, die in unterschiedlichen Varianten arglosen Computernutzern vorgaukelt, ihr Rechner sei wegen illegaler Aktivitäten blockiert und werde nur nach Zahlung einer Geldstrafe wieder freigeschaltet.

16 Millionen Mail-Adressen und Passwörter

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) hatte am vergangenen Dienstag mitgeteilt, dass bei der Analyse automatisierter Computer-Netzwerke gestohlene Zugangsdaten von 16 Millionen E-Mail-Adressen mit den dazugehörigen Passwörtern entdeckt wurden.

Da sie auf einem Server im Ausland lägen, seien die Zugriffsmöglichkeiten auf die Täter gering, berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Ein Missbrauch der Daten sei möglich, daher sei die Öffentlichkeit gewarnt worden. Bisher gebe es jedoch keine Hinweise darauf, "dass die Daten schon für kriminelle Aktivitäten genutzt worden sind".

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