Studie
01/25/2011

Ein Drittel der BitTorrent-Inhalte ist Müll

Anti-Piraterie-Organisationen verbreiten falsche Dateien.

Eine Gruppe europäischer und amerikanischer Wissenschaftler hat das Angebot der BitTorrent-Portale Pirate Bay und Mininova untersucht. Im Zentrum stand die Frage, warum Personen und Gruppen über BitTorrent Inhalte vertreiben. Das sechsköpfige Team kommt in ihrer Analyse "Is Content Publishing In BitTorrent Altruistic or Profit-Driven?" (PDF) zu dem Schluss, dass nur eine kleine Gruppe an Nutzern (ca. 100, die vorwiegend den französischen Hosting-Dienst OVH nutzen) für knapp ein Drittel der angebotenen Inhalte verantwortlich ist. Der überwiegende Teil davon ist urheberechtlich geschütztes Material.

Interessant ist die Erkenntnis, dass Antipiraterie-Organisationen BitTorrent-Portale mit gefälschten Dateien schwemmen, um für Frustration zu sorgen. Durch Fakes (Filme, TV-Shows und Software) soll Nutzern die Lust vergehen, illegales Material herunterzuladen. Obwohl die Portale versuchen, gefälschten Content rasch zu identifizieren und zu löschen, entfallen immer noch 25 Prozent aller Downloads auf diese manipulierten Dateien. Ingesamt machen Inhalte dieser Art gemeinsam mit anderer Malware rund 30 Prozent des Angebots aus. Der Großteil wird laut der Studie von den Hosting-Services tzulo, FDC Servers und 4RWEB gestartet.

Zudem kommen die Studienautoren zu dem Schluss, dass jene Firmen, die auf den Torrent-Portalen Werbung schalten und diese somit finanzieren, zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

(futurezone)

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