Digital Life
23.11.2012

Einwände gegen Top-Level-Domains .wtf und .fail

Ein internationales Komitee aus Vertretern verschiedener Regierungen hat Bedenken gegen rund 240 Vorschläge von verschiedenen Top-Level-Domains (TLD) wie .wtf, .islam oder .baby. Nun sollen gewisse Einreichungen genauer überprüft werden.

Das Komitee hat die Antragssteller von verschiedenen TLDs kontaktiert und sie aufgefordert, ihren Antrag genauer zu erörtern beziehungsweise zu argumentieren. Domains wie .wtf .fail und .sucks haben demnach etwa eine überwiegend negative Bedeutung und sollen aus diesem Grund genauer geprüft werden, wie Ars Technica berichtet.  

Zu betroffenen Unternehmen zählt etwa der Entwickler der Norton-Anti-Virus-Software Symantec, der die TLD .antivirus registrieren will. Das Kosmetikunternehmen L’Oreal will sich .skin sichern, Johnson & Johnson möchte die Domain .baby registrieren. Laut dem Komitee könnten derartige Domains wettbewerbsverzerrend wirken.

Die Warnungen stellen keinen offiziellen Beschluss dar, zeigen aber Unsicherheiten auf, die beim Registrieren der neuen TLDs auftreten können. In manchen Fällen wird den Antragsstellern auch dezidiert empfohlen, ihren Antrag auf eine gewisse TLD umgehend zurückzuziehen. Dazu zählen etwa TLDs von geografische Bezeichnungen wie .africa oder .patagonia. Derartige Domains können nur mit Zustimmung der örtlichen Regierungen registriert werden.

Eine Liste mit allen beanstandeten TLDs ist auf der Webseite der ICANN abrufbar.

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