© dpa/Friso Gentsch

Australien

Elektronische Nase schlägt bei Graffiti-Sprayern Alarm

Die sogenannte Mausefalle, die derzeit in den Öffis der australischen Metropole Sydney getestet wird, ist eine elektronische Nase, die auf Inhaltsstoffe der Spraydosen wie etwa Aerosole reagiert. Wird die Falle ausgelöst, startet sofort an der entsprechenden Stelle eine Videoaufzeichnung und die Polizei wird informiert, um den Sprayer an der nächsten Station festzunehmen. Die Fallen sind so getarnt, dass sie in den Zügen kaum zu erkennen sind.

Im Rahmen des Testlaufs wurden laut CBC-News so bereits 30 Sprayer gefasst. Die Verantwortlichen in Sydney wollten nicht bekannt geben, wie viele derartige Geräte nun in den Verkehrsmitteln installiert werden. Das System ist jedoch so aufgebaut, dass man es sehr schnell abbauen und an einer anderen Stelle installieren kann. So sollen zufällig Züge und Verbindungen ausgesucht werden, wo die entsprechenden Geräte zum Einsatz kommen. Laut dem Sydney Morning Herald investiert die Regierung 500.000 australische Dollar (350.000 Euro) in das Programm.

Im vergangenen Jahr kostete die Entfernung von Graffiti dem australischen Staat laut dem Bericht rund 34 Millionen australische Dollar (24 Millionen Euro). Mit dem neuen System wolle man diese Kosten senken.

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