Digital Life
29.12.2016

Eltern regen sich über fluchendes Roboter-Spielzeug auf

Das "Furby"-ähnliche "Hatchimal" war ein gefragtes Weihnachtsgeschenk, auch in Österreich. In den USA klagen nun Eltern, dass es "unangemessene Ausdrücke" verwendet.

Das " Hatchimal" war im Weihnachtsgeschäft wohl eines der gefragtesten Spielzeuge weltweit. Vor allem in den USA kämpften zahlreiche Eltern um eine der begehrten Figuren, die aus Eiern schlüpfen und anschließend sprechen und laufen lernen. Der Engpass führte sogar dazu, dass das 60-Dollar-Spielzeug zu Wucherpreisen von mehreren hunderten Dollar weiterverkauft wurde. Doch nun steht der kanadische " Hatchimal"-Hersteller Spin Master aus anderen Gründen in der Kritik. Zahlreiche Eltern werfen Spin Master vor, dass das "Hatchimal" flucht und "unangemessene Ausdrücke" verwendet.

Ein YouTube-Video, das als Beweis dafür dienen soll, hat bereits mehr als 200.000 Aufrufe erzielt. Dabei ist ein offenbar schlafendes "Hatchimal" zu sehen, das schnarcht und dabei scheinbar wahllose Laute von sich gibt. Einige Eltern glauben jedoch, "Fuck me" dabei herauszuhören. In mehreren anderen Videos wird ähnliches Verhalten dokumentiert. „Es würde mich wohl mehr aufregen, wenn unser Kind etwas älter wäre“, so Sarah Galego, eine jener Mütter, die sich über das angeblich fluchende Spielzeug beschweren. Ihr sechsjähriges Kind dürfe das „Hatchimal“ allerdings behalten, weil es die Aussage noch nicht verstehe.

Hatchimals können Begriffe lernen

Der Hersteller dementiert jedoch, dass die "Hatchimals" fluchen. "Hatchimals sprechen ihre eigene Sprache, die aus zufälligen Lauten besteht. Wir können ihnen versichern, dass die Hatchimals keine unangebrachten Begriffe verwenden. Das Exemplar aus dem Video scheint zu schlafen", so eine Sprecherin gegenüber dem kanadischen Fernsehsender CTV. In einigen anderen Videos sind ebenfalls fluchende „Hatchimals“ zu sehen, diese dürften die Begriffe aber von ihren Besitzern gelernt haben. Ähnlich wie dem Furby können den „Hatchimals“ einzelne Begriffe beigebracht werden.

Spin Master hat aber auch mit anderen Problemen zu kämpfen. So beklagen mehrere „Hatchimal“-Besitzer, dass diese nicht schlüpfen. Der Hersteller veröffentlichte daraufhin eine Stellungnahme sowie Tipps auf Facebook. Auch in Österreich waren die „Hatchimals“ ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Auf Online-Plattformen wie Willhaben werden diese für deutlich über 100 Euro angeboten, obwohl die unverbindliche Preisempfehlung bei 70 Euro liegt.