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Digital Life
07/06/2014

Erdäpfelsalat auf Kickstarter wird zum Internet-Hit

Zack Brown wollte für seinen ersten, selbstgemachten Erdäpfelsalat 10 US-Dollar auf Kickstarter sammeln. Jetzt hat er über 3.000 Dollar und lädt das ganze Internet zur Party ein.

Ähnlich wie Jahre zuvor bei eBay hat es nun auch Kickstarter endgültig erwischt: die Witzbolde sind da. Statt für die Entwicklung neuer Gadgets, die Finanzierung eines Independent-Films oder das Programmieren eines Computerspiels, hat Zack Brown Geld für Erdäpfelsalat gesammelt.

Immerhin blieb der US-Amerikaner bescheiden und wollte nur 10 US-Dollar mittels Crowdfunding sammeln, um seinen ersten Erdäpfelsalat zuzubereiten. Nach drei Tagen ist sein Projekt zu mehr als 350 mal überfinanziert – derzeit haben Backer knapp 3.700 US-Dollar für den Erdäpfelsalat gezahlt.

Damit sind auch alle Stretch Goals erreicht, die er bisher aufgestellt hat. Ab 35 US-Dollar gibt es die vierfache Menge Erdäpfelsalat, bei 75 US-Dollar eine Pizza-Party (ohne Erdäpfelsalat), bei 250 US-Dollar besser Majonäse.

Party für das ganze Internet

Mit 3.000 US-Dollar ist nun auch das bislang größte Stretch Goal erreicht: Eine Party, zu der das ganze Internet eingeladen ist. In die Küche der Veranstaltungshalle die er für die Party mieten will, dürfen aber nur Backer die 10 oder mehr US-Dollar gezahlt haben.

Bei der Party will Brown vier Erdäpfelsalate nach verschiedenen Rezepten anbieten, einer davon wird vegan sein. Das Event wird auch von einer Gruppe gefilmt werden. So kann Brown später beweisen, dass er die Namen der Backer beim Zubereiten der Salate laut ausspricht, wie er auf der Kickstarter Website versprochen hat.

Das Projekt kann noch bis 2. August unterstützt werden. Beim Punkt „Risiken und Herausforderungen“ gibt Brown auf der Kickstarter Website an: „Es schmeckt vielleicht nicht so gut. Es ist mein erster Erdäpfelsalat.“

Nachahmer

Seltsame Ideen für Projekte gab es schon immer auf Kickstarter. Mit dem Erfolg von Erdäpfelsalat werden solche und Projekte, die sich über die Idee Crowdfunding lustig machen, in nächster Zeit häufiger auftreten. Bisher hat Kickstarter auf die Community vertraut, die durch das Nicht-Fördern solcher Ideen die Anzahl der Spaß-Projekte gering hält.

Im Internet gibt es mehrere Blogs, die kuriose und meist erfolglose Crowdfunding-Projekte sammeln. Dazu gehören shitstarter und Kick Failure.