Digital Life
03.07.2017

Ermittlungen: Chinas Stelzen-Bus ist eine Betrugsmasche

Der Transit Elevated Bus sollte Chinas Verkehrsprobleme lösen. Jetzt haben die Behörden den CEO wegen Betrugsverdacht festgenommen.

Die Idee sorgte für Aufsehen: Ein Bus, der über dem Stau hinwegfährt. Der Transit Elevated Bus (TEB) war ein erhöhtes Transportmittel für 300 Passagiere auf Schienen, unter dem genug Platz war, dass Autos hindurch fahren konnten.

Mehr als 300 Meter ist aber nicht gekommen. So lang war die Teststrecke, die gebaut wurde. Nach der Testfahrt stand der Prototyp still. Die Behörden haben ihn mittlerweile abschleppen lassen, die Schienen wurden Ende Juni aus dem Asphalt gerissen, wie qz.com berichtet.

32 Festnahmen

Für die Personen hinter TEB drohen jetzt Konsequenzen. Die Polizei von Peking gab bekannt, dass wegen Betrug ermittelt wird. Bai Zhiming, CEO von TEB Technology Development, wird vorgeworfen, illegales Fundraising betrieben zu haben. Er soll den TEB genutzt haben, um über die Website Huaying Kailai Geld von privaten Investoren zu erlangen. Er ist eine von 32 Personen, die wegen Betrugsverdacht festgenommen wurden.

Über Huaying Kailai und die Nebenstellen sollen über 1,3 Milliarden US-Dollar gesammelt worden sein. Bai versprach Investoren eine jährliche Rendite von 12 Prozent, wenn sie mindestens 150.000 US-Dollar einbezahlen. Die Behörden versuchen das Geld wiederzubeschaffen und bitten TEB-Investoren sich zu melden. 72 Betroffene sollen bereits Anzeige erstattet haben.