Digital Life
23.03.2013

Erneute Warnung vor "BKA-Trojaner"

Die Schadsoftware, die sich als offizielle Software der Polizei tarnt und den PC nur gegen ein Lösegeld wieder freigeben will, macht offenbar wieder die Runde. Die Hintermänner wurden bereits im Februar gefasst, doch nun wird in Deutschland und der Schweiz wieder vor dem bekannten Trojaner gewarnt.

Das deutsche Bundeskriminalamt hat vor einer Schadsoftware gewarnt, die den Rechner von betroffenen Computeranwendern sperrt und eine Art Lösegeld einfordert. Wenn ein PC infiziert ist, erscheint auf dem Bildschirm ein nicht wegzuklickendes Fenster mit dem Logo des Bundeskriminalamts, erklärte die Behörde am Freitag. Dabei werde behauptet, dass die Funktion des Computers „aus Gründen unbefugter Netzaktivitäten ausgesetzt" sei. In dem Fenster steht beispielsweise, dass „die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt" worden sei. „Das Bundeskriminalamt ist

der Meldung!", erklärte das BKA.

Erpressung
Die Betroffenen fordert die Behörde auf, auf keinen Fall auf den Erpressungsversuch der Computerkriminellen einzugehen. Der Nutzer werde im aktuellen Fall aufgefordert, 100 Euro über die Zahlungsdienstleister uKash oder Paysafecard zu zahlen, um einen Freigabecode zur angeblichen Entsperrung des Rechners zu erhalten. Der Rechner sei in diesem Fall aber schon infiziert und werde auch durch eine Zahlung des Lösegelds nicht wieder sauber.

Vorfälle in Österreich und der Schweiz
Auch in Österreich und der Schweiz taucht diese als "BKA-Trojaner" bekannte Schadsoftware in lokal angepassten Versionen auf. Um das Risiko einer Infektion des Computers zu minimieren, sollten die Anwender das Betriebssystem und die Anti-Viren-Software sowie alle installierten Programme auf dem aktuellen Stand halten. Tipps zur Reinigung des Systems von Schadsoftware könnten auf den Internet-Seiten des Anti-Botnetz-Beratungszentrums unter www.botfrei.de gefunden werden.

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