Ein A380 der Singapore Airlines

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Digital Life
08/28/2017

Erster Airbus A380 wird außer Dienst gestellt

Singapore Airlines trennt sich nach nur zehn Jahren Betriebszeit von einem A380. Es ist die erste von vier Maschinen, die zurückgegeben werden.

Die Singapore Airlines ist die erste Fluglinie, die den Airbus A380 eingesetzt hat. Jetzt ist sie auch die erste, die das Großraumflug außer Dienst stellt. Der Grund dafür: Sie ist zu alt.

Die Fluggesellschaft legt viel Wert auf eine aktuelle Flotte. Auf der Website wirbt Singapore Airlines damit, dass es eine der jüngsten Flotten ist. Das Durchschnittsalter liegt demnach bei sieben Jahren und acht Monaten. Viele Flugzeuge haben aber eine ökonomische Lebensdauer von 25 Jahren und können, mit entsprechender Wartung, auch länger betrieben werden.

Dennoch wirft die Aktion der Fluglinie kein gutes Licht auf den Airbus A380, der am 25. Oktober seinen zehnten Geburtstag feiern wird. Airbus musste bereits zweimal die Produktion reduzieren, weil es nicht genügend Nachfrage für die Maschine gibt. In der neuesten Version bietet der A380, bei einem typischen Drei-Klassen-Layout, Platz für über 650 Passagiere.

Leasing nicht verlängert

Aufgrund der geringen Nachfrage ist offen, was mit dem zurückgegeben A380 passiert. Die Singapore Airlines hat die Maschine von der deutschen Dr. Peters Group für zehn Jahre geleast. Bei anderen Fluglinien ist es üblich, dass die Leasings für Flugzeuge verlängert werden.

Gegenüber Reuters wollten weder die Dr. Peters Group noch Singapore Airlines kommentieren, was mit der Maschine nach der Rückgabe passiert. Sollte sich aufgrund des geringen Bedarfs kein Käufer finden, wäre es denkbar, dass die A380 ausrangiert wird und als Ersatzteillager dient. Dieses Schicksal nach nur zehn Jahren Betriebszeit wäre ein Imageverlust für Airbus.

Bis zum Juni 2018 will die Singapore Airlines drei weitere A380 an die Leasing-Gesellschaft zurückgeben. Ein komplettes Ausmustern des Flugzeugtyps aus der Flotte ist nicht vorgesehen. Die Fluggesellschaft wartet derzeit auf die Auslieferung von fünf bestellten Maschinen, die eine modernere Kabine als die A380 haben, die jetzt zurückgegeben werden.