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Müll
08/13/2012

EU: Strengere Vorschriften für Elektroschrott

Ab heute gelten neue EU-Regeln für die Sammlung und Behandlung von Elektroschrott. Bis spätestens 14. Februar 2014 müssen große Händler ein kostenloses Rückgabe-Programm für kleine Geräte, wie etwa Mobiltelefone, anbieten.

EU-weit treten am heutigen Montag neue Vorschriften für die Sammlung und Behandlung von Elektroschrott in Kraft. Mit der neuen EU-Richtlinie werden ab 2016 Rücknahmeziele für verkaufte Elektronikgeräte von 45 Prozent des Durchschnittsgewichts der Geräte eingeführt und ab 2019 Rücknahmeziele von 65 Prozent des Durchschnittsgewichts verkaufter Geräte bzw. 85 Prozent aller anfallenden Altgeräte.

Nach Angaben der EU-Kommission wird zurzeit nur ein Drittel des in der EU anfallenden Elektroschrotts gesammelt. Das bisherige Rücknahmeziel der EU liegt, gemessen an einem jährlichen Elektroschrottaufkommen in der EU von rund 10 Mio. Tonnen, bei 4 Kilogramm Elektromüll pro Verbraucher bzw. bei etwa 2 Millionen Tonnen im Jahr. Bis 2020 wird das Elektro-Schrottvolumen auf schätzungsweise 12 Millionen Tonnen ansteigen, erklärte die EU-Behörde. Das Endziel der neuen Richtlinie soll gewährleisten, dass im Jahr 2020 in der EU rund 10 Millionen Tonnen beziehungsweise etwa 20 Kilogramm pro Verbraucher separat gesammelt werden.

Bis spätestens 14. Februar 2014 müssen die EU-Staaten ihre bisherigen Vorschriften für Elektro- und Elektronik-Altgeräte ändern und mit der neuen Richtlinie und den neuen Zielen in Einklang bringen. Händler mit einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern oder mehr, sind dann verpflichtet kostenlos kleine Elektronik-Altgeräte, wie Mobiltelefone, zurückzunehmen.

Ebenfalls am Montag tritt eine Neufassung der sogenannten Seveso-Richtlinie in Kraft. Sie soll gewährleisten, dass die EU-Bürger über große Gefahren durch Industrieanlagen in den Bereichen Chemie, Petrochemie und Metallaufbereitung in ihrer unmittelbaren Umgebung besser informiert werden. Durch die EU-Richtlinie werden die Mitgliedstaaten verpflichtet, Notfallpläne für Gebiete in der Umgebung von Industrieanlagen zu erarbeiten, in denen sich große Mengen gefährlicher Stoffe befinden.

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