Digital Life
18.05.2012

Europe-v-Facebook erreicht Abstimmungs-Marke

Die Wiener Studentengruppe "europe-v-facebook" hat innerhalb von 7 Tagen über 7.000 Unterstützer gewonnen, die über eine Änderung der Datenverwendungs-Richtlinien im Social Network abstimmen wollen. Zur Durchsetzung eigener Vorschläge benötigt die Initiative jedoch eine Wahlbeteiligung von 30 Prozent aller Facebook-Nutzer.

Einen Tag vor dem Börsengang des weltgrößten Social Network sorgt die Wiener Studentengruppe "europe-v-facebook" für großen Wirbel. Laut der Initiative sind über 7.000 gleichlautende Kommentare, die eine Änderung von Facebooks Datenverwendungs-Richtlinien verlangen gesammelt worden. Nun sollte eine von Facebook selbst auferlegte Klausel wirksam werden, wonach es zu einer Abstimmung über die geplanten Änderungen kommen werde, sollten sich innerhalb von 7 Tagen über 7.000 Netzwerk-Mitglieder dagegen aussprechen.

Laut einer Presseaussendung von europe-v-facebook wurde diese Marke eindeutig überschritten. Auf einer eigens gegründeten Webseite wurde ein Alternativkonzept zu den Facebook-Regeln aufgelegt und mit einer einfachen Sharing-Möglichkeit versehen. Zudem gewann die Inititative durch einen Auftritt bei "Stern TV" auf RTL massenhafte Unterstützung.

Eine tatsächliche Änderung der Datenverwendungs-Richtlinien setzt nun jedoch eine Beteiligung in einem ganz anderen Ausmaß voraus: Mindestens 30 Prozent der Facebook-Nutzer (über 900 Millionen Menschen sind derzeit Mitglied) müssten bei der Abstimmung teilnehmen, um eine verbindliche Änderung zu erwirken. Durch das Sammeln von über 7.000 Unterstützern kann das Social Network seine Regeln vorerst nicht durchsetzen. Aufgeschoben ist aber bekanntlich nicht aufgehoben.

 

Mehr zum Thema

  • Facebook-Änderungen: „Enteignung der Nutzer“
  • Facebook: Die Folgen des Börsengangs
  • Umfrage: Nutzer trauen Facebook nicht