© Jordan Price

Gekündigt
02/12/2014

Ex-Apple-Designer: "War wie ein mieser Verkäufer-Job"

Ein ehemaliger Apple-Designer beklagt zu viel Bürokratie, unflexible Arbeitszeiten sowie tyrannische Chefs beim iPhone-Hersteller.

Jordan Price, ein ehemaliger Apple-Designer, lässt in einem Blogpost kein gutes Haar an seinem ehemaligen Arbeitgeber. Der erwartete Traumjob, für den er sogar eine Gehaltskürzung hinnahm, entpuppte sich für ihn schnell als unangenehme Erfahrung. Price war von der Bürokratie sowie den zahlreichen Meetings, die nur von der Arbeit abhielten, überrascht. Zudem habe ihn sein Boss regelmäßig direkt oder indirekt vor dem Team beleidigt und "wie ein Boss im Comic Dilbert" über den Rücken gesehen. "Es war viel mehr wie ein mieser Verkäufer-Job, den man als Teenager hatte, als professionelle Arbeit für eines der größten Technologie-Unternehmen der Welt zu leisten", so Price.

Einfach gegangen

Price beklagte unter anderem auch die "unflexiblen Arbeitszeiten". Da er jeden Tag zwischen Cupertino und San Francisco pendeln musste, hatte er unter der Woche kaum Freizeit oder die Möglichkeit, seine Tochter zu sehen. Die Freude über den Job war anfangs groß. Er habe sogar mehr Glückwünsche und Likes für seinen neuen Job bei Apple als damals bei der Geburt seiner Tochter erhalten.

Price hat die Situation nicht gerade ruhig beendet. Eines Tages, als er erkannte, dass er die Situation nicht mehr aushält, hat er seinen Schreibtisch ausgeräumt, alle persönlichen Daten von Mac und iPad gelöscht und ist nach Hause gefahren. Seinem Chef hat er einen Zettel auf den Schreibtisch gelegt, in dem er ihn als den schlechtesten Chef, dem er je begegnet ist, bezeichnet und kündigt. Das Leiharbeitsunternehmen war über dieses Vorgehen recht erbost, da Price damit die Geschäftsbeziehung zu Apple aufs Spiel gesetzt habe.

Über Leiharbeitsfirma

Price war nicht direkt bei Apple angestellt, sondern wurde über ein Leiharbeitsfirma engagiert. Daher hatte er nach eigener Aussage auch nicht die Möglichkeit, sich an Apples Personalabteilung um Hilfe zu wenden. Zudem seien diejenigen, die es gewagt hätten, den Chef zu konfrontieren, noch härter behandelt worden und er wollte nicht auch noch auf seiner "shit list" landen. Apple hat die Vorwürfe bislang nicht kommentiert, laut Price seien aber einige seiner ehemaligen Kollegen wütend auf ihn, da er "Staub aufgewirbelt hat."

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