Digital Life
09.02.2011

Facebook-Chef kämpft gegen Stalker

Sein öffentliches Facebook-Profil wurde dem CEO Mark Zuckerberg zum Verhängnis: Ein Mann soll es dazu benutzt haben, den Facebook-Gründer auszuspionieren. Zuckerberg erwirkte ein Urteil gegen seinen Stalker.

Privatsphäre ist "out", eine "alte Konvention", sagte Zuckerberg noch vor einem Jahr in einem Interview. Es ist fraglich, ob er nach den jüngsten Attacken auf seine eigene Privatsphäre noch ebenso denkt. Vor kurzer Zeit wurde Zuckerbergs Facebook-Fanpage gehackt, jetzt wird der Facebook-Chef auch im realen Leben verfolgt.

Der 31-jährige Pradeep M. wollte Geld von Zuckerbergs Milliarden-Vermögen. Jetzt darf er sich Zuckerberg und seiner Familie - dazu gehört die Schwester Randi Zuckerberg und seine Langzeitfreundin Priscilla Chan - nicht weiter als 274 Meter (300 Yards) nähern.

Besuch vor der Haustür

Pradeep M. schrieb Zuckerberg über Facebook mehrere Nachrichten, in denen er "seine dringende Hilfe" forderte. In E-Mails soll er auch Zuckerbergs Freundin und Schwester bedroht haben. Der Mann versuchte zudem Zuckerberg in den Facebook-Büros persönlich zu sprechen. Man habe ihn dort mündlich verwarnt, berichtet TMZ.com.

Pradeep stand kurze Zeit später allerdings auch vor Zuckerbergs Haustür. Ein Sicherheitsmitarbeiter konnte noch verhindern, dass der Mann am Ende der Treppen ankam. Es folgte ein Blumenstrauß und ein Brief nach Hause.

Zuckerberg erwirkte jetzt einen richterlichen Beschluss gegen Pradeep M. Für Februar ist noch eine Anhörung in dem Fall angesetzt. Gegenüber TMZ.com erwähnte Pradeep M., dass er das geforderte Geld für die Behandlung seiner sterbenden Mutter verwenden wollte und Zuckerberg den gesamten Betrag zurückgezahlt hätte. Er werde sich allerdings an die richterliche Verfügung halten und Zuckerberg in Zukunft nicht mehr kontaktieren.

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(futurezone)