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Analyse
06/13/2011

Facebook: Das Wachstum verlangsamt sich

In den Kernmärkten USA, Großbritannien und Kanada gingen die Nutzerzahlen zurück. Größere Gewinne kann Facebook nur mehr in Schwellenländer wie Indien, Mexiko oder Brasilien einfahren - ein Start in China wird zur Pflicht.

Wie aus einem Bericht von InsideFacebook.com hervorgeht, soll das Online-Netzwerk im Juli die Marke von 700 Millionen registrierten Nutzern erreichen. Derzeit sind 687 Millionen Accounts auf der Webseite angelegt. Doch dem Analyse-Dienst zufolge sind die Ausssichten alles andere als rosig - denn das Wachstum verliert an Tempo. In einem durchschnittlichen Monat ist Fscebook um 20 Millionen Nutzer gewachsen. Laut InsideFacebook kamen im April aber nur mehr 13,9 Mio. und Mai 11,8 Mio. neue User dazu.

USA und Kanada
Besonders besorgniserregend für die Chefetage in Palo Alto dürfte sein, dass die Nutzerzahl im Kernmarkt USA sogar gesunken ist. Dort hielt Facebook Anfang Mai bei 155,2 Mio., Ende Mai nur mehr bei 149,4 Mio. Mitgliedern. Auch in Kanada, wo Facebook mehr als 60 Prozent der Bevölkerung erreicht, ist die Nutzerzahl im selben Zeitraum um 1,52 Mio. auf 16,6 Mio. gefallen. Auch in Großbritannien, Norwegen und Russland konnte InsideFacebook Verluste von einigen Hundertausend Nutzern registrieren.

Schwellenländer
Die Analysten merken an, dass das Wachstum von Facebook immer dann stagnieren würde, wenn es in einem Land mehr als 50 Prozent der Bevölkerung erreicht habe. Derzeit würden neue Mitglieder vor allem aus Schwellenländern wie Mexiko, Brasilien, Indien oder Indonesien stammen. Offen ist aber immer noch der größte Internetmarkt der Welt: Zwar gab es immer wieder Gerüchte, dass Facebook in China starten wird, wann und in welcher Form das passieren wird, ist aber unklar. Denn dort muss sich CEO Mark Zuckerberg mit der Zensur arrangieren und sich gegen lokale Konkurrenten wie RenRen.com durchsetzen, die sich bereits etablieren konnten.

Österreich
In Österreich hält Facebook laut Social Media Radar bei 2,56 Millionen Nutzer und hat damit etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung erfasst. Einen klaren Trend gibt es hierzulande nicht: Während die Userzahlen etwa im Februar, April und Mai leicht zurückgingen, folgten immer wieder Wochen mit Zuwächsen.

Über die Gründe des verlangsamenden Wachstum lässt sich derweil nur spekulieren. Wie CNET anführt, könnten die Verluste mit den immer wieder kehrenden Datenschutzproblemen zusammenhängen, wie etwa jüngst die heimliche

der Gesichtserkennung. Es kann aber auch trivialere Gründe haben: Facebook wird den Nutzern langweilig.

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