Shitstorm im Internet
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© dpa Armin Weigel

USA

Facebook: Entschuldigung für missglückten Jahresrückblick

Das soziale Netzwerk Facebook bietet seit einigen Wochen eine Funktion an, die aus den eigenen Postings einen Jahresrückblick erstellt. Jene Beiträge, die die meisten Likes oder Postings verzeichnen können, werden dabei hervorgehoben. Doch dass man dabei auch unliebsame Erinnerungen wecken könnte, hat man bei Facebook scheinbar nicht bedacht. Nun sorgt der Fall des bekannten Web-Entwicklers Eric Meyer für Aufsehen. Meyer bekam den Jahresrückblick mit einem Bild seiner Tochter auf dem Titel präsentiert, die dieses Jahr im Alter von sechs Jahren an einem Hirntumor verstorben ist.

Tipps für Facebook

Meyer beklagt in einem Blogpost, dass der Algorithmus wohl im Großteil der Fälle funktionieren würde, wer aber geliebte Menschen verloren oder andere traumatische Erlebnisse hatte, darauf verzichten könnte. Statt Wut gab Meyer jedoch Ratschläge, wie die App verbessert werden könnte. So solle Facebook um Erlaubnis bitten, einen Jahresrückblick zu erstellen. Derzeit wird er automatisch erstellt und der Nutzer zum Teilen eingeladen. Zudem sollten keine Fotos am Titel zu sehen sein und der Standard-Spruch anders lauten. Wer die Vorlage nutzt, teilt den Jahresrückblick mit dem Satz „Es war ein tolles Jahr. Danke, dass du ein Teil davon warst.“

Entschuldigung

Jonathan Geller, der verantwortliche Produkt-Manager, entschuldigte sich laut Washington Post nun persönlich bei Meyer. „Die App war für viele Menschen toll, aber in diesem Fall haben wir eindeutig Trauer statt Freude gebracht“, so Geller. Meyers Verbesserungsvorschläge bezeichnete er als „wertvolles Feedback“, das definitiv in die Entwicklung der nächsten Version einfließen werde.

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