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Arbeitsbedingungen Facebook: Frieren für mehr Produktivität.

Foto: REUTERS
In ihrem neuen Buch "Lean In" enthüllt Facebook-COO Sheryl Sandberg, dass die Büros des Social Network auf Anweisung von Mark Zuckerberg auf 15 Grad abgekühlt sind. Während sich Zuckerberg dadurch mehr Produktivität erwartet, wird eine Diskussion rund um Arbeitsbedingungen losgetreten.

Angesprochen auf eine Passage aus ihrem neuen Buch klärte Sheryl Sandberg die Öffentlichkeit auch über das Faktum auf, warum man auf Bildern aus dem Facebook-Büro öfters Jacken an der Sessellehne hängen sieht. Man brauche diese manchmal einfach, um sich gegen die Temperaturen von nur 15 Grad Celsius zu schützen, beschreibt sie in einem Interview mit dem  Times Magazine.

Der Guardian mutmaßt, dass Mark Zuckerberg die kühle Umgebung eventuell deshalb bevorzugt, weil er selbst so seine Probleme damit habe, "cool" zu bleiben. Nach Bekanntwerden der kühlen Büro-Tatsachen steht der Facebook-Gründer im Kreuzfeuer der Kritik. "Facebooks Büros sind zu kühl für Frauen", beklagt etwa die kanadische Globe and Mail und spricht damit einen Punkt an, den auch andere Medien aufgreifen. Sie sehen in der kühlen Facebook-Umgebung eine klare Schikane gegen Frauen, für welche 15 Grad äußerst unkomfortabel seien.

Darüber, welche Temperatur tatsächlich am meisten Produktivität bei Angestellten hervorruft, gibt es ganz unterschiedliche Studien. Wie der Guardian beschreibt, liegt die optimale Raumtemperatur für das britische Chartered Institute of Building Services Engineers etwa bei 20 Grad. Die Helsinki University of Technology sieht sie bei 22 Grad. Die New Yorker Cornell University bei 25 Grad.

Darüber hinaus, sinkt die Produktivität, darüber sind sich die meisten Studien einig. Doch auch darunter fallen Konzentration, die Fehleranfälligkeit steigt, befinden viele Forscher. Die klare Empfehlung an Mark Zuckerberg lautet also, die Heizung hochzudrehen, beziehungsweise die Klimaanlage zu bändigen.

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(futurezone) Erstellt am 19.03.2013, 10:10

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