Klage
01/12/2012

Facebook-Kläger muss 5000 Dollar Strafe zahlen

Der Mann, der behauptet mehr als 50 Prozent von Facebook zu besitzen, muss wegen "verschwundener" Beweismittel eine Geldstrafe zahlen

Paul Ceglia, der Mann, der nach wie vor behauptet 50 Prozent von Facebook zu besitzen, muss nun 5.000 US-Dollar Strafe an das Gericht zahlen. Die Strafe kam zustande, da er einer Anordnung des Gerichts nicht Folge leistete. Schwerer als die Strafe dürften für den in Irland lebenden Ceglia allerdings die Kosten der Anwälte von Facebook wiegen, die er ebenfalls anteilsweise bezahlen muss. Zuvor hatte ihn Richterin Leslie Foschio dazu aufgefordert innerhalb von 30 Tagen in die USA zurückzukehren, da er zuvor nicht erklären konnte, was mit einigen vermissten Beweismitteln passiert war.

Beweise gegen Ceglia angekündigt
Bei den "verschwundenen Beweismitteln" handelte es sich um einige Datenträger, die Ceglia angeblich nicht mehr finden konnte. Er musste zuvor all seine elektronischen Geräte und E-Mails dem Gericht übergeben, das reichte dem allerdings nicht aus. Erst vergangenen Monat kündigte Facebook an, dass es stichhaltige Beweise hätte, die Ceglia als Lügner entlarven würden.

Dokumentfälschung vermutet
Ceglia stellte Facebook-CEO und -Gründer Mark Zuckerberg 2003 in seine Firma StreetFax ein - noch bevor Facebook gegründet wurde. Doch Ceglia behauptet nach wie vor, dass er Zuckerberg damals 1.000 US-Dollar Startkapital zur Verfügung stellte und ihm demnach mehr als die Hälfte an Facebook zustehen würde. Das bestreitet Facebook wehement und ließ nun nachweisen, dass die Tinte auf dem angeblichen Vertrag weniger als zwei Jahre alt ist und demnach nicht, wie behauptet, 2003 unterzeichnet wurde.

(K)ein Ende ist in Sicht
Der Kampf zwischen Facebook und Ceglia dauert nun schon seit Juli 2010 an und sorgte immer wieder für Schlagzeilen. So beklagte Ceglia, dass Facebook seine Privatsphäre verletzen würde als sie seine E-Mail-Passwörter in den (öffentlich einsehbaren) Gerichtsunterlagen ablegten. Die Daten wurden nach 12 Stunden wieder entfernt, waren aber in dieser Zeit frei einsehbar. Mit der immer schwächer werdenden Beweislage dürfte wohl eine Ablehnung der Klage kurz bevorstehen.

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