Im Rahmen der Aktivitätenauswahl im Status-Feld lässt sich auch gerade gehörte Musik auswählen

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Digital Life
05/21/2014

Facebook startet Serien- und Musikerkennungsdienst

Facebook integriert einen Musik- und Serienerkennungsdienst in seiner Mobil-App, der ähnlich wie Shazam funktioniert und Echtzeit-Konversationen ankurbeln soll.

Facebook startet eine Art Shazam für TV-Serien und Musik. Der Dienst wird über ein Update in die Facebook-App für iOS und Android integriert. Über das Mikrofon des jeweiligen Mobilgeräts sollen damit Tonquellen aufgenommen und per Abgleich mit den Facebook-Servern identifiziert werden.

Der Sinn hinter der Einführung eines solchen Dienstes soll das verstärkte Teilen von Serienbetrachungs- und Musikhör-Aktivitäten auf dem Social Network sein. Wie TechCrunch berichtet, will Facebook mit der neuen Funktion vor allem mit Twitter bei Echtzeit-Konversationen über aktuelle Serien-Geschehnisse konkurrieren.

Opt-In

Laut TechCrunch soll die Musikerkennungs-Funktion auf dem Opt-In-Prinzip beruhen. Die App-Benutzung bleibt unverändert, wenn ein App-Benutzer die Erkennungsfunktion nicht selbst aktiviert.

Wenn die Funktion aktiviert ist, soll ein kleiner Lautstärkeindikator im Status-Eingabefeld signalisieren, dass die App gerade lauscht und versucht, eine TV-Serie oder Musik zu erkennen. Ist ein Titel gefunden, soll man diesen mit einer Fingerberührung als aktuellen Status posten können. Freunde, die auf den Posting-Eintrag klicken, können sich einen 30 Sekunden langen Eindruck von dem gewählten Titel machen.

Kooperation mit Musikdiensten

Für seinen neuen Dienst hat Facebook mit den Musikdienstleistern Spotify, Rdio und Deezer kooperiert, schreibt Business Insider. Die Erkennungsfunktion in der Facebook-App wird auch mit den Apps der erwähnten Musikdienste verknüpft, sobald diese am jeweiligen Mobilgerät vorhanden sind.

Laut ersten Praxiserfahrungen schneidet Facebooks neue Funktion vergleichsweise gut ab. In einem ruhigen Büro wurden Songtitel sogar schneller erkannt als bei Shazam. Jeder Lausch-Vorgang wird automatisch nach 15 Sekunden abgebrochen, wenn sich keine Übereinstimmung mit der Datenbank feststellen lässt.

Vorerst nur in den USA

Wie die Facebook-App beim Zuhören in Umgebungen mit unterschiedlichen akustischen Voraussetzungen im Vergleich zu Shazam abschneidet, ist noch unklar. Die Funktion soll innerhalb der nächsten Wochen ausgerollt werden, vorerst aber nur in den USA, berichtet das PC Magazine.