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Gericht
06/23/2011

Facebook-Streit mit Winklevoss-Brüdern beendet

Die ehemaligen Studienkollegen von Mark Zuckerberg wollen den Rechtsstreit um die Erfindung von Facebook offenbar beilegen. Die Anwälte der Winklevoss-Zwillinge bestätigten, dass der Fall nicht vor den Supreme Court gebracht werden solle.

Laut einem am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereichten Gerichtsdokument wollen die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss und ihr Freund Divy Narendra nun doch nicht versuchen, eine Einigung mit Facebook vor dem Obersten Gerichtshof der USA annullieren zu lassen.

Dies hatten die Anwälte Mitte Mai eigentlich angekündigt, nachdem ein US-Berufungsgericht im April eine Klage der eineiigen Zwillinge und Ruderchampions abgewiesen und dann eine erneute Beratung durch ein größeres Richtergremium abgelehnt hatte. Die Richter hatten im April argumentiert, es gebe einen Moment, in dem ein Rechtsstreit beendet werden müsse, und dieser sei jetzt gekommen.

Angeblich Idee gestohlen

Die Winklevoss-Zwillinge werfen Zuckerberg vor, während der gemeinsamen Studienzeit an der US-Eliteuni Harvard im Jahr 2003 ihre Idee zum sozialen Onlinenetzwerk ConnectU ("Vernetze Dich") gestohlen zu haben. Die Brüder und ihr Freund Narendra hatten den jungen Zuckerberg mit der Weiterentwicklung ihres Programms beauftragt, Zuckerberg habe sich aber nicht an den Vertrag gehalten, sondern im Februar 2004 mit Facebook sein eigenes Netzwerk gestartet. Facebook weist diese Darstellung zurück.

20 Millionen Dollar bei Einigung
Nach einer Einigung mit Zuckerberg 2009 bekamen die Zwillinge 20 Millionen Dollar (13,89 Mio. Euro) in bar und Facebook-Anteile im Wert von damals 45 Millionen Dollar. Später brach aber ein Streit über den tatsächlichen Wert der Facebook-Anteile aus, weswegen die Zwillinge die Einigung annullieren lassen wollten. Hollywood hat die Geschichte der umstrittenen Facebook-Gründung in "The Social Network" verfilmt, der Film wurde im Februar mit drei Oscars ausgezeichnet.