Digital Life
19.12.2014

Facebook verliert bei Teenagern weiter an Beliebtheit

Die Facebook-Nutzung unter 13- bis 17-Jährigen ging laut einer Studie dieses Jahr deutlich zurück. Das soziale Netzwerk ist vielen nicht "spaßig" genug.

Dem sozialen Netzwerk Facebook gelingt es offenbar nicht, der sinkenden Beliebtheit unter Teenagern etwas entgegenzusetzen. Laut einer aktuellen Studie, die vom US-Marktforschungsinstitut Frank N. Magid Associates durchgeführt wurde, nimmt die Nutzung unter 13- bis 17-Jährigen stetig ab. 2012 verwendeten noch 95 Prozent dieser Altersgruppe regelmäßig Facebook, 2013 waren es noch 94 Prozent. Dieses Jahr fiel die Nutzung um sechs Prozentpunkte auf 88 Prozent, Twitter legte im gleichen Zeitraum um zwei Prozent auf 48 Prozent zu. Andere Studien, beispielsweise von Piper Jaffray, sehen einen noch drastischeren Rückgang. Zwischen Frühling und Herbst 2014 sei die Facebook-Nutzung unter 13- bis 19-Jährigen von 72 auf 45 Prozent gefallen.

Nicht sicher oder spaßig genug

Die Ursachen für den Rückgang sind unklar, der Dienst wird aber nicht mehr als "vertrauenswürdig" oder "spaßig" empfunden. Nur neun Prozent empfinden die Seite als "sicher" oder "vertrauenswürdig", beim Konkurrenzdienst Pinterest sagen das aber zumindest 30 Prozent der Befragten. Der Dienst, mit dem Bilder auf Pinboards gesammelt werden können, wird zudem von 40 Prozent der Befragten als "spaßig" beschrieben, nur 18 Prozent der Befragten sagten das über Facebook.

Facebook wollte den Bericht nicht kommentieren. Das Internet-Unternehmen versucht dem Teenager-Schwund durch Zukäufe entgegenzuwirken. So übernahm Facebook dieses Jahr den Messaging-Dienst WhatsApp für 18 Milliarden US-Dollar, den Foto-Dienst Instagram ließ man sich 2012 eine Milliarde US-Dollar kosten. Diese beiden Dienste haben eine deutlich jüngere Nutzerbasis, Facebook sucht aber derzeit noch nach langfristigen Geschäftsmodellen.