Digital Life
26.10.2016

Fahrassistenzsysteme machen Probleme in der Waschstraße

Während bereits viele von selbstfahrenden Autos träumen, bereiten bereits jetzt semi-autonome Technologien schwere Probleme im Alltag - unter anderem in der Waschstraße.

Eigentlich sollen Fahrassistenzsysteme wie Spurwechselassistent, Rückfahrsystem oder Notbremsassistent Unfälle verhindern. Doch wie ein nun veröffentlichter Bericht zeigt, können diese im Alltag auch Ärger machen. Die US-Website BestRide.com stellte in einem Vergleichstest fest, dass die Fahrassistenzsysteme von zahlreichen Herstellern auf einer bestimmten Form von Straßen noch Schwierigkeiten haben: Waschstraßen.

Unklar, wie System deaktiviert wird

So sollen die Fahrassistenzsystem oftmals beim Versuch, einen vermeintlich drohenden Unfall zu verhindern, Unfälle verursacht haben. Laut BestRide.com rutschten die Fahrzeuge durch den Ausweichversuch von der Fördereinrichtung, wodurch sie mit dem Fahrzeug hinter ihnen kollidierten. Diese sind meist so konzipiert, dass sie das Fahrzeug an einer Seite befestigt durch die Waschanlage schieben, weswegen auch kein Gang eingelegt und die Handbremse nicht angezogen sein darf. Bei Waschanlagen, die auf ein Förderbandsystem setzen, bei dem sich alle vier Räder auf dem Band befinden, gab es keinerlei Probleme.

Hin und wieder blockierten die Fahrzeuge auch die Waschanlagen, weil das Fahrzeug beim Abstellen des Motors automatisch nach einer Weile die Handbremse einlegt. Das Problem: Während das Lösen der Handbremse und das Herausnehmen des eingelegten Ganges bereits zum guten Ton in der Waschstraße gehört, gibt es keine Richtlinien für das Deaktivieren der Fahrassistenzsysteme. Das wäre auch gar nicht möglich, wie Experten kritisieren.

Standards fehlen

„Es gibt keinen Standard dafür, wie autonome und automatische Bremssysteme funktionieren sollen, geschweige denn wie und ob sie deaktiviert werden können“, so Eric Wulf, CEO des Branchenverbandes International Car Wash Association. Im Zuge des Testes konnten Probleme mit Fahrzeugen von insgesamt 14 verschiedenen namhaften Herstellern, darunter Fiat, BMW, Volvo, Mercedes Benz und Tesla, festgestellt werden. Der Branchenverband hat nun eine Anleitung veröffentlicht, wie diese Systeme in den gängigsten Modellen deaktiviert werden können, um derartige Probleme zu vermeiden.