Digital Life
12.08.2014

Fake-Bestellungen: Uber macht gegen Lyft mobil

In den USA liegen sich die Fahrtendienste Uber und Lyft in den Haaren. Dabei geht es nicht immer zimperlich zu.

In den USA kämpfen die Fahrtendienste Uber und Lyft nicht nur gegen das traditionelle Taxi-Gewerbe, sondern auch gegeneinander. Auf der Seite von Uber dürften dabei auch fragwürdige Methoden zum Einsatz kommen, wie CNN Money berichtet.

Mehr als 5000 Fake-Bestellungen

Laut einer von Lyft veröffentlichten Statistik sollen Uber-Bedienstete seit Oktober vergangenen Jahres mehr als 5000 Fahrten bei Lyft bestellt und nach kurzer Zeit wieder storniert haben. Lyft-Chaffeuren entgingen dadurch Fahrten, in vielen Fällen fielen auch Treibstoffkosten an, da sich die Fahrer vor der Stornierung bereits auf den Weg gemacht hatten.

Uber-Angestellte, die Chaffeure von Lyft abwerben wollten, sollen auch wiederholt kurze, wenig gewinnbringende Fahrten beim Konkurrenzdienst bestellt haben. Lyft will dies durch den Abgleich von Telefonnummern herausgefunden haben. Ob auch das Uber-Management von den Methoden wusste oder diese gar angeordnet hat, ist nicht bekannt. Eine Stellungnahme von Uber liegt dazu noch nicht vor.

Wettbewerb um Fahrer

Fahrer sind bei den beiden Diensten, die dabei sind, den US-Markt zu erschließen, derzeit fast genauso begehrt wie Kunden.

Uber soll ähnliche Methoden bereits gegen eine weitere Taxi-App in New York angewandt haben. Damals hieß es seitens des Unternehmens, man werde künftig seine Verkaufstaktiken „herunterfahren“.