Australien
06/21/2012

Falsche iPad-Werbung: Millionenstrafe für Apple

Apple muss wegen einer irreführenden iPad-Werbung bezüglich der 4G-Funktion in Australien umgerechnet rund 1,8 Millionen Euro zahlen.

Das kalifornische Unternehmen hatte in der Werbung für sein neuestes iPad von März bis Mai behauptet, das Gerät sei mit dem mobilen 4G-Datennetzwerk (LTE) kompatibel. Allerdings funkt das LTE-Netzwerk in Australien auf anderen Frequenzen als in den USA. Deshalb kann auf dem fünften Kontinent LTE mit dem iPad nicht genutzt werden.

Apple habe dies gewusst, urteilte ein Richter am Donnerstag. Das Mutterhaus in den USA habe aber auch für Australien auf dem Werbeslogan „iPad mit Wifi und 4G" bestanden, der weltweit genutzt werde.

„Solches Verhalten ist schwerwiegend und nicht akzeptabel", sagte Richter Mordecai Bromberg. Apple muss deshalb 2,25 Millionen australische Dollar (1,8 Millionen Euro) Strafe zahlen. Apple hatte sich bereits Anfang des Monats mit der Wettbewerbsbehörde Australian Competition & Consumer Commission (ACCC) auf die Strafzahlung

. Die Zustimmung des Richters war allerdings noch ausständig gewesen.

Rücknahme der Geräte
Apple hat inzwischenden Käufern eines neuen iPads in Australien abgeboten, die Geräte wieder zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten. Außerdem versah das Unternehmen die Verpackungen des neuen iPads mit einem Aufkleber, auf dem darauf hingewiesen wird, dass das iPad nicht mit den derzeit in Australien eingesetzten 4G-Netzwerken (LTE und WIMAX) kompatibel ist. Ob Apple gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen wird, war am Donnerstag nicht bekannt.

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