Digital Life
16.10.2012

FBI warnt Android-Nutzer vor Schadprogrammen

Das zum Kriminalamt gehörende Internet Crime Complaint Center macht auf Loozfon und FinFisher aufmerksam. Die beiden Schadprogramme seien aber nur zwei in einer immer größer werdenden Menge von Malware für Mobilgeräte. Nutzer von Android-Smartphones sollten einige Ratschläge befolgen.

Android-Nutzer sollten sich vor zwei neuen Schadprogrammen in Acht nehmen, meint das Internet Crime Complaint Center (IC3) - eine Abteilung der US-Kriminalpolizei FBI - in einer neuen Aussendung. Die beiden Programme tragen die Namen Loozfon und FinFisher. Loozfon dringt über ein Werbebanner, das ein hohes Einkommen für das einfache Versenden von E-Mails verspricht, in private Daten eines Nutzers vor. FinFisher kann über einen Weblink oder ein als System-Update getarntes SMS injiziert werden und die Kontrolle über das Android-Smartphone übernehmen. Die beiden Schadprogramme seien allerdings nur zwei in einer immer größer werdenden Menge von Malware für Mobilgeräte, warnt das IC3.

SicherheitstippsZur sicheren Verwendung von Mobilgeräten werden eine Reihe von Tipps gegeben. Grundsätzlich solle man bei Links und Downloads so vorsichtig sein, wie am Computer. Dazu sollte man sich mit den Sicherheitseinstellungen seines Gerätes vertraut machen und private Daten darauf verschlüsseln, falls dies möglich ist. Auf jeden Fall sei ein Passcode und ein automatischer Lockscreen notwendig.

Regelmäßige Updates der Software seien notwendig, Jailbreaks solle man dagegen vermeiden. Das Freischalten vieler Funktionen gehe meistens mit einer Aushebelung vieler Sicherheitsmechanismen einher. Außerdem solle man darauf achten, welche Apps Zugriff auf die Ortungsfunktion des Smartphones haben, um Stalkern oder Räubern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.

MerkwürdigkeitenWie TheNextWeb analysiert, beinhaltet die Aussendung des IC3 einige bemerkenswerte Punkte. Loozfon sei nicht wirklich gefährlich, während FinFisher nicht nur Android-Smartphones betrifft. Außerdem sei die Aussendung keine Folge eines unmittelbaren Malware-Ausbruchs.

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