Digital Life
21.11.2016

FBI warnt: Hacker lassen Bankomaten Geld ausspucken

In Taiwan haben Kriminelle zwei Millionen Euro erbeutet, in dem sie Bankomaten das Geld auswerfen ließen. Jetzt sollen es die Hacker auf die USA abgesehen haben.

Das FBI hat Banken vor einem Angriff gewarnt, der bereits erfolgreich in anderen Ländern eingesetzt wurde. Das FBI beobachte Berichte die darauf hindeuten, dass gut ausgestattete und gut organisierte Cyberakteure Pläne haben, den US-Finanzmarkt anzugreifen, berichtet das Wall Street Journal.

Das Mittel zum Zweck soll laut dem FBI eine Software sein, die von der russischen Bande Buhtrap genutzt wird. Die Software soll bereits in Russland getestet worden sein. Danach wurde sie in Taiwan erfolgreich eingesetzt. Die Hacker haben es geschafft, dass Bankomaten Geld ausgeworfen haben. 22 Mittäter, großteils aus Osteuropa, haben in der Nähe der Maschinen gewartet und das Geld eingesammelt.

Insgesamt wurden 83 Millionen Taiwan-Dollar von Bankomaten ausgespuckt, was etwa 2,4 Millionen Euro entspricht. Es gab drei Festnahmen, 77 Millionen Taiwan-Dollar konnten sichergestellt werden.

Phishing-Mails

Die Hacker sollen zuvor Phishing-Mails genutzt haben, über die sie in das Banken-Netzwerk eingedrungen sind. Von dort aus haben sie eine manipulierte Firmware an die Bankomaten geschickt. Einen Monat darauf wurde ein Bank in Thailand auf ähnliche Art attackiert.

Laut US-Experten seien die meisten Bankomaten in den USA neuere Modelle. Allerdings seien einige davon ähnlich schlecht geschützt wie ältere Geräte. Ein erfolgreicher Angriff von Hackern auf Bankomaten in den USA sei also durchaus möglich.