File-Sharing

File-Sharing-Dienst Limewire wird eingestellt

Vier Jahre lang kämpfte der Verband der Musikindustrie USA (RIIA) vor Gericht gegen Limewire. Nun wurde der Forderung der Musikindustrie nach der Stilllegung des File-Sharing-Dienstes nachgegeben. Der New York District Court sah es bereits im Mai als erwiesen an, dass Limewire "vorsätzlich Urheberrechtsverletzungen begünstigt" habe und über die Verletzungen des Urheberrechts durch die Nutzer von Limewire Bescheid gewusst habe. Nun folgte eine richterliche Verfügung, der zufolge die Funktionsfähigkeit der Peer-to-Peer-Software komplett unterbunden werden muss. Dies bedeutet nicht nur die Unterbindung der Möglichkeit Dateien auf- oder von der Plattform herunterzuladen, sondern auch die Stilllegung der Suchfunktion. Im Jänner 2011 soll das New Yorker Gericht in einem weiteren Verfahren feststellen, wie hoch der durch Limewire verursachte Schaden ist, damit die RIAA Schadenersatzansprüche geltend machen kann.

Vor zehn Jahren hatte das New Yorker Unternehmen Lime Company die File-Sharing-Plattform gegründet, die aber erst nach dem Fall anderer File-Sharing-Plattformen wie Napster, bekannter geworden. Bereits nachdem das Urteil im Mai ergangen war, hatte das Unternehmen angekündigt, aus der Plattform einen kostenpflichtigen Musikabonnementdienst machen zu wollen. Der angekündigte Start noch Ende dieses Jahres könnte sich jedoch verzögern, da Anwälte der RIAA bekanntgaben, dass die Verhandlungen zwischen Limewire und vier großen Musiklabels gescheitert seien.

(futurezone)

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