Digital Life
25.08.2015

Flammenwerfer-Verkauf boomt in den USA

Zwei Unternehmen bieten die ersten kommerziell verfügbaren Flammenwerfer zum Kauf an und berichten von stark steigenden Verkäufen. Grund könnte ein geplantes Verbot sein.

Seit kurzem bieten zwei amerikanische Unternehmen die ersten kommerziell vermarkteten Flammenwerfer zum Verkauf an. Erste Einwände und Proteste ließen nicht lange auf sich warten. Seitdem in den USA nun ein eventuelles Verbot der Flammenwerfer diskutiert wird, berichten die Händler über rasant steigende Verkaufszahlen.

Eine der beiden Firmen, Ion Productions Team, hatte über eine Crowdfunding-Kampagne zuletzt mehr als 150.000 US-Dollar für die Entwicklung des Flammenwerfers XM42 eingenommen. Zusätzlich zu dieser stolzen Summe verzeichnet die Firma momentan 350 verkaufte Einheiten zu einem Preis von je 899,99 US-Dollar. Das Unternehmen preist das Gerät auf der Homepage als den weltweit ersten Flammenwerfer "zum Mitnehmen" an. Die Waffe wiegt mit vollem Tank knappe fünf Kilogramm und kann eine Feuerpeitsche mit einer Länge von über sieben Metern abgeben. Eine Tankladung ermöglicht einen Einsatzzeitraum von etwa 35 Sekunden.

(Noch) nicht illegal

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es in den USA keinerlei bundesweite Gesetze, die die Herstellung, den Verkauf, den Besitz oder den Einsatz von Flammenwerfern regeln. Zwei Bundesstaaten haben jedoch mehr oder weniger sanfte Regelungen, wie Ars Technica berichtet. In Kalifornien benötigt man für den Besitz eines Flammenwerfers eine eigens ausgehändigte Genehmigung, der Bundesstaat Maryland verbietet die Geräte ohne Kompromiss. Ein neuer Gesetzesentwurf in Troy, Michigan, dem Hauptsitz von Ion Productions Team, soll nun den Besitz, die Aufbewahrung sowie den Einsatz von Flammenwerfern mit 90 Gefängnistagen oder einer Strafe von 500 US-Dollar ahnden.