Digital Life
06/20/2013

Flutopfer: GEMA will Gebühren für Benefizkonzert

Die deutsche Musik-Verwertungsgesellschaft will den Veranstaltern eines Benefizkonzerts die Gebühren nicht erlassen. Die Organisatoren sind sauer.

Die Einnahmen eines Konzerts, das am Sonntag im deutschen Gladbeck stattgefunden hat, sollten zur Gänze an die Opfer der Flutkatastrophe der vergangenen Wochen gehen. 2.000 Euro sind durch den Verkauf von Tickets zusammengekommen, wie derwesten.de berichtet. Die GEMA will allerdings nicht auf ihre Gebühren verzichten.

Zwar wurde ein 25-prozentiger Rabatt auf die bei etwa 500 Besuchern anfallenden 80 Euro gewährt, die Veranstalter sind aber trotzdem wütend auf die Verwertungsgesellschaft. „Es ist für mich unverständlich, dass bei einer solchen Großkatastrophe von der GEMA keine Ausnahme gemacht werden kann, da die geschädigten Menschen im Osten doch auf jeden Cent an Hilfe angewiesen sind", sagt einer der Organisatoren zu derwesten.

Die GEMA pocht auf die geltenden Gesetze. Schon der 25-prozentige Nachlass sei ein Entgegenkommen. Die Gebühren seien von den Mitgliedern als Urheberrechtsinhabern in der Hauptversammlung festgelegt und können nicht ohne weiteres verändert oder erlassen werden.

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