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Untersuchung
07/23/2011

Forscher: 3D fördert Kopfweh und Müdigkeit

Wie Wissenschaftler an der University of California herausgefunden haben, haben 3D-Inhalte auf Handy-Displays, Flat-TVs und im Kino Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Vor allem sehr lange und sehr kurze Distanzen zum Bildschirm scheinen Probleme zu machen.

Wie eine Studie an der University of California ergab, haben immer populärere 3D-Inhalte, die man auf Handy-Displays, Flat-TVs und im Kino sehen kann, negative Effekte auf Augen und Gehirn. Zu diesem Schluss kamen die Forscher Takashi Shibata, Joohwan Kim, David M. Hoffman und Martin S. Banks, die 24 Probanden untersuchten. Weil die Augen ständig auf den Bildschirm als auch die 3D-Inhalte, die vor oder hinter der Bildschirmebene zu sein scheinen, fokussieren müssen, würde das zu Unwohlsein, Kopfschmerzen und Müdigkeit führen.

Den Forschern zufolge sind 3D-Inhalte, die aus dem Bildschirm herauszuragen scheinen, vor allem auf kurze Distanzen unangenehm für das menschliche Auge - das betrifft also etwa Spielkonsolen, Handys und Computer-Bildschirme mit 3-D-Effekt. Auf lange Distanzen, wie etwa im Kino, ist es umgekehrt: Wird mit 3D räumliche Tiefe hinter der Leinwand suggeriert, wurde das als unangenehmer von den Testpersonen eingestuft als herausragende Bilder.

Die Forscher fordern nun von Hardware-Herstellern und der Filmindustrie, auf die Erkenntnisse der Studie zu reagieren. So sollten etwa 3D-Handys eher Tiefen-3D darstellen, während bei Kinofilmen lieber auf herausragende 3D-Illusionen gesetzt werden sollte. Noch sei aber viel Forschung notwendig, um die Auswirkungen von 3D auf den Menschen besser verstehen zu können.

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