Digital Life
02.01.2011

Forscher analysieren Wert von Tweets

Das Projekt "Who gives a Tweet?" (Wen kümmern deine Tweets?") soll dazu dienen, dass der Nutzen von Twitter-Nachrichten erforscht wird. Das Wissen darüber sei bisher begrenzt, meinen die beteiligten Forscher.

Ein Forscherteam von den drei universitären Einrichtungen MIT, der Universität Southampton und der Georgia Tech haben ein Projekt gestartet, das sich mit der Analyse des Wertigkeit von Tweets, also Kurznachrichten beim Microblogging-Dienst Twittter, befasst.

Das Ziel des Projekts ist es, Leuten Feedback zu geben, welche ihrer veröffentlichten Nachrichten für ihre Follower wichtig sind, und welche sie sich besser sparen hätten können. "Massenmedien beschweren sich regelmäßig darüber, dass Twitter voll mit sinnlosem Dreck ist - aber dem ist nicht so, zumindest nicht für die Nutzer", so Michael Bernstein, Mitbegründer von der Initiative "Who Gives a Tweet".

Was ist wirklich wichtig?

Bisher habe man allerdings kein großes Wissen darüber, was Twitter-Nutzern wirklich wichtig sei, meint Bernstein weiter. Zudem sei es interessant zu erfahren, was Fremde über die jeweilige Nachricht denken und ob die Nachricht auch für Außenstehende einen Wert habe.

Es habe sich bereits eine ausreichende Zahl an Twitter-Nutzern für das Projekt angemeldet. Daher sei es derzeit nicht mehr möglich, die Tweets von Freunden zu bewerten, heißt es auf der Website. Doch Tweets von anonymen Nutzern können nach wie vor bewertet werden. Wann genau die Studienergebnisse präsentiert werden, steht noch nicht fest.

Der Microblogging-Dienst Twitter konnte im Jahr 2010 rund 100 Millionen neue User für sich gewinnen. Laut einer im Jänner 2010 veröffentlichten Studie zählte der Nachrichtendienst bis Ende 2009 rund 75 Millionen User.

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(futurezone)