© McGill University

3D-Druck
05/31/2012

Forscher ermöglichen 3D-Druck mit Eis

An der kanadischen McGill-Universität wurde ein Gerät entwickelt, das aus computergenerierten 3D-Modellen mittels Rapid Prototyping schichtweise Eisskulpturen erschafft. Die wohl aussichtsreichste Anwendungsform ist ein Martini-Glas aus Eis.

An der McGill University in Montreal ist eine Technik entwickelt worden, die 3D-Druck mit Eis als Rohmaterial ermöglicht. Wie PCWorld berichtet haben die beiden Forscher Pieter Sijpkes und Jorge Angeles ein Gerät entworfen, bei dem das Rapid Prototyping Verfahren angewendet wird. Ein am Computer entworfenes 3D-Modell kann so schichtweise als Eisskulptur erschaffen werden.

Während des Druck-Vorgangs wird dem Wasser Kaliumchloridlauge beigemengt und das Gemisch schichtweise abgekühlt. Die Kaliumchloridlauge hat einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser und dient als Stützkonstruktion. Nach dem Druck wird das fertige 3D-Modell in eine etwas wärmere Umgebung überführt, in der die Lauge wegschmilzt und eine Eis-Figur zurücklässt.

Martini-Glas aus Eis

Wie man auf der Webseite der Universität sehen kann, können mit dem Verfahren detaillierte Figuren oder bewegliche Ketten aus Eis geschaffen werden. Hier sind außerdem Videos zu sehen, die den Druckvorgang illustrieren. Einer der wohl größten Innovationen, die mit dem Eis-3D-Drucker möglich werden, könnte eine glorreiche Zukunft in Cocktail-Bars auf der ganzen Welt bevorstehen: Dem Martini-Glas aus Eis.

Mehr zum Thema

  • Firma zeigt Herzpumpe aus dem 3-D-Drucker
  • Open-Source-Sessel aus dem Computer
  • Umstritten: Waffen aus dem 3D-Drucker
  • 3D Druck im Internet: Günstig, aber mit Tücken