Digital-Life
30.05.2014

Frau bekommt Strafzettel für Facebook-Kommentar

Eine US-Behörde sah ein Facebook-Posting als Schuldeingeständnis für einen Verstoß, doch der Inhalt wurde falsch interpretiert.

Eine 25-jährige Frau aus Chicago hat nach einem Facebook-Posting einen Strafzettel über 50 US-Dollar erhalten. Ihr wurde vorgeworfen, einen Hundepark ohne entsprechende Karte verwendet zu haben. Als Beweis dafür verschickte die zuständige Behörde ein Facebook-Posting, das das belegen sollte. Doch der Beamte, der das Posting offenbar in der privaten Gruppe des Hundeparks entdeckt hatte, verstand den Inhalt falsch.

Unklare Nutzung als Beweismittel

„Es hat mir so leid getan, dass ich keine Jahreskarte gekauft habe und Ginger dorthin gebracht habe, aber letztendlich bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Jetzt muss ich mir keine Sorgen darum machen“, so das Posting. Die Frau bezog sich dabei auf Zwingerhusten, der sich offenbar im Hundepark verbreitete. Nach eigenen Angaben hat sie den Hundepark bereits seit 2013 nicht mehr besucht. Die zuständigen Behörden zogen nach einer Beschwerde von ihr die Vorwürfe zurück, dennoch sorgt der Fall für Aufregung. Postings in sozialen Netzwerken werden zwar durchaus als Indizien herangezogen, als alleiniges Beweismittel für einen Verstoß reicht das aber nur in wenigen Fällen aus.