Digital Life
11.03.2013

"Free Grumpy Cat": Kritik an Mashable-Aktion

Auf dem SXSW-Festival wurde "Grumpy Cat" alias Tardar Sauce im Mashable-Zelt für Fotos ausgestellt. Die Aktion erntete scharfe Kritik von Journalisten und Besuchern des Festivals. Die Tierschutzorganisation PETA befand die Veranstaltung jedoch formell als in Ordnung.

Die erst elf Monate alte Katze Tardar Sauce wurde in den vergangenen Monaten zur Internet-Sensation. Unter dem Namen " Grumpy Cat" sorgte sie für eines der beliebtesten Memes 2012, auch wenn hinter ihrem grimmigen Blick mit Kleinwuchs ein unangenehmes Schicksal steckt. Mit einer Aktion anlässlich des SXSW-Festivals in den USA sorgte der Blog Mashable jedoch für Aufregung. Dort stellte Mashable in seinem eigenen Zelt "Grumpy Cat" für einen Tag aus und erlaubte Besuchern, sich mit ihr fotografieren zu lassen.

Freigabe von PETA
Die junge Katze verzog dabei, verständlicherweise, keinerlei Miene und durfte von den Besuchern selbst offiziell nicht berührt werden. Für einige Prominente, wie Mashable-CEO Pete Cashmore oder Schauspieler Ian Somerhalder, schien diese Regelung nicht zu gelten, da diese auf Bildern mit der berühmten Katze zu sehen sind. AllThingsDigital-Redakteur Mike Isaac schrieb sich in einem Blogeintrag seinen Frust von der Seele und rief unter dem Hashtag #freegrumpycat alle SXSW-Besucher zum Boykott der Mashable-Aktion auf.

Selbst die Tierschutzorganisation PETA kommentierte die umstrittene Aktion, auch wenn sie schlussendlich diese für in Ordnung befanden, da die Besucher "Grumpy Cat" nicht anfassen dürfen und das Event in Stundenblöcke aufgeteilt wurde. "Es ist wichtig, dass sie nur sehr wenige Personen anfassen, es muss vorsichtig auf die Bedürfnisse der Katze eingegangen werden", meint Ashley Byrne von PETA.

Gute Einnahmequelle
Neben Mashable stehen auch die Besitzer von Tardar Sauce unter Kritik. Die Familie Bundesen hat aus dem überraschenden Internet-Hit mittlerweile eine gute Einnahmequelle gemacht. Über die genauen Einnahmen der Bundesen-Famile durch "Grumpy Cat" ist offiziell nichts bekannt, laut Bryan Bundesen soll es sich aber um "eine Zahl im mittleren fünfstelligen Bereich" handeln.

In den vergangenen Monaten war "Grumpy Cat" auf mehreren Fernsehsendern in den USA zu sehen und erhielt deutlich mehr Medienberichterstattung als andere populäre Katzen, wie "Lil Bub", der an einer ähnlichen Erkrankung leidet. Laut der Bundesen-Familie sei sie jedoch "zu 99 Prozent eine normale Hauskatze", nur sehr selten stehe sie vor der Kamera.