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15.07.2012

Fußball: DFB will Technologie statt Torrichter

Der Deutsche Fußballbund hat angekündigt, ab der Saison 2013/14 Torlinientechnologie einzusetzen. Die von der UEFA favorisierte Variante, auf nationaler Ebene Torrichter bei Spielen einzusetzen, lehnt der DFB hingegen ab. In den Amateurligen werde es allerdings dauern, bis die Technologie leistbar werde.

„Der DFB und der Ligaverband sind für die Einführung der Torlinientechnologie. Das geht aber nicht vor der Saison 2013/14“, erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. Er machte unmissverständlich klar, dass es für den DFB keine Alternative zur Technik gebe. „Wir sind uns mit unseren Schiedsrichtern einig, dass wir, anders als die UEFA, im nationalen Bereich nicht die Torrichter einführen werden“, sagte Niersbach.

Schiedsrichter dafür
Auch der deutsche Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel hält nichts von den Torrichtern, die von der Europäischen Fußball-Union favorisiert werden und in der Champions League sowie der Europa League zum Einsatz kommen. „Das System gaukelt etwas vor, was es am Ende nicht halten kann: Fehlerlosigkeit. Das da alles sicher ist, kriegen wir damit nicht hin, weil die Verantwortung nur von einem Menschen auf den anderen Menschen verlagert wird“, sagte Fandel und fügte hinzu: „Ich will, dass gesichert wird, wenn der Ball im Tor ist, dass es ein Tor ist, und nicht möglicherweise doch keins.“

Niersbach rechnet aber nicht damit, dass die Technik auch im DFB-Pokal zum Einsatz kommt, weil sie für die Amateurvereine zu teuer ist. „Da geht es um die Einheitlichkeit des Wettbewerbes. Deshalb sehe ich das nicht“, meinte der DFB-Chef.

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