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Digital Life
09/06/2012

future.talk '12: Googles Jared Cohen Stargast

Im Innenhof der Spanischen Hofreitschule findet am 9. Oktober wieder der von Telekom Austria Group veranstaltete „future.talk“ statt. Heuer sind gleich drei international bekannte Stargäste geladen: Googles Jared Cohen, Gründer des Google-Think-Tank „Google Ideas“, der Netzaktivist Eli Pariser, der durch seine Anti-George-Bush-Kampagne „Bush in 30 Seconds“ bekannt wurde und der slowenische Philosoph Slavoj Žižek.

Jared Cohen ist der Gründer von „Google Ideas", dem Think bzw. Do Tank von Google, der in New York seinen Sitz hat. Der Fokus wird auf jene Bereiche gelegt, die herausfordernd sind, wo Technologie noch unterentwickelt ist und wo Google eine nachhaltige Bedeutung haben kann. Beispiel ist etwa das „Summit Against Violent Extremism" (SAVE), ein soziales Netz, das Gewalt abschaffen will. Bei SAVE wurden etwa frühere Extremisten (von Rechtsextremen bis hin zu Bandenmitgliedern) mit Opfern des Extremismus zusammengebracht. Technologie soll laut Google Ideas auch dabei helfen, so genannte illegale Netzwerke (illicit networks), womit Drogenkartelle, Organ- und Menschenhandel etc. bezeichnet werden, auszulöschen, weil sie sichtbar gemacht werden können.
Cohen - er arbeitet früher beim US-State Department - wurde 2010 vom damaligen Google-CEO Eric Schmidt zu Google geholt und mit dem Aufbau und der Leitung des Think Tank betraut.

Zweiter Gast ist Eli Pariser. Der 31jährige ist Journalist, Netzaktivist und Vorstandsvorsitzender der Plattform moveon.org. Bekannt wurde diese Plattform vor allem mit ihren Kampagnen gegen den früheren US-Präsidenten George W. Bush „Bush in 30 Seconds". Im Frühjahr 2012 ist sein Buch „Filter Bubble" erschienen. Darin beschreibt er, wie wir durch den Trend zur „Personalisierung", wie sie Google, Facebook & Co. anbieten, wir nur noch das zu sehen bekommen, was zu unserem personalisierten Profil passt. Das kann, wenn es um Politik geht, aber schwerwiegende Folgen haben, weil uns andere Standpunkte verwehrt, da nicht eingeblendet werden. Das schadet der Meinungsvielfalt und der politischen Diskussion.

Der dritte Gast beim future.talk ist der slowenische Philosoph und Kulturkritiker Slavoj Žižek (53). Zizek, der mit Aussagen wie „Menschlichkeit ist ok, aber 99 Prozent sind langweilige Idioten" auffällt, ist Autor mehrerer Bücher wie etwa „Die bösen Geister des himmlischen Bereichs: Der linke Kampf um das 21. Jahrhundert" (2011) oder „Die Tücke des Subjekts".  Zizek ist Professor für Philosophie an der Universität in Ljubljana und Director des Birkbeck Institute for the Humanities an der University of London. Er ist verheiratet mit dem früheren Model Analia Hounie.