Digital Life
13.07.2018

Gawker.com nach Pleite wegen Hulk-Hogan-Klage verkauft

Nach der Insolvenz aufgrund der Klage von Hulk Hogan sind nun die letzten Reste von Gawker verkauft worden.

Nach der Pleite des Gossip-Portals Gawker wurde nun die Hauptseite Gawker.com im Rahmen einer Auktion verkauft. Käufer ist der Bleacher-Report-Gründer und Bustle-Inhaber Bryan Goldberg, wie CNN Money berichtet. Der Preis lag demnach unter 1,5 Millionen Dollar. Was genau Goldberg mit der Seite vorhat, ist noch unklar, Gawker.com hat 2016 den Betrieb eingestellt.

In einem internen E-Mail an Bustle erklärte erlediglich, dass die Seite vorerst nicht wiederbelebt werde. Vorerst bleibe alles wie es ist, Goldberg freue sich aber auf die künftigen Möglichkeiten mit Gawker. Details dazu soll es in den kommenden Monaten geben.

Aufgekauft wurde nicht nur die Domain, sondern auch die Rechte an allen publizierten Geschichten sowie die Social-Media-Accounts. Andere Teile des Gawker-Netzwerks wie Deadspin, Jezebel und Gizmodo wurden 2016 an das TV-Netzwerk Univision um 135 Millionen Dollar verkauft.

Gawker ging bankrott, nachdem es einen Prozess gegen den Wrestler Hulk Hogan verlor. In dem Streit drehte es sich um die Veröffentlichung eines Sexvideos, das Hogan zeigt. Ein Gericht entschied zugunsten des Wrestlers, dessen Prozess vom Silicon-Valley-Investor Peter Thiel finanziert wurde. Später einigten sich Gawker und Hogan auf einen Vergleich von 31 Millionen Euro.