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Südpol
07/18/2012

Google liefert Panoramabilder aus der Antarktis

Dank Google muss man künftig keine Expedition mehr unternehmen, um Pinguine in ihrer natürlichen Umgebung am Südpol zu sehen. Das Street-View-Material wurde deutlich erweitert, unter anderem gibt es auch Indoor-Aufnahmen der Hütte des Südpol-Forschers Ernest Shackleton.

Forscher wie Ernest Shackleton, Roald Amundsen und Robert Falcon Scott waren die Ersten, die sich auf den beschwerlichen Weg machten, um den Südpol zu erreichen. Jetzt ermöglicht Google seinen Usern via Street-View-Modus Teil der Expeditionen zu werden.

Antarktis Google

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Im September 2010 veröffentlichte Google das erste Street-View-Bildmaterial aus der Antarktis. Am Dienstag wurde nun im Google-Produkt-Blog eine Erweiterung des Materials angekündigt. In Zusammenarbeit mit dem Polar Geospatial Center der University of Minnesota und dem New Zealand Antarctic Heritage Trust konnte Google den Fundus an 360-Grad-Bildern des Kontinents erweitern und neue Ortsansichten erstellen.

Interessante Einblicke
Künftig können die Panoramabilder der Antarktis bequem von zu Hause aus angeschaut werden. Auf ihrer World Wonders-Website stellt Google diese frei zur Verfügung. Besichtigt werden können beispielsweise das Südpolteleskop, Shackletons Hütte, Scotts Hütte und die Brutkolonie der Adéliepinguine am Kap Royds. Zudem können die Besucher geschichtliche Details über die Erforschung des Südpols nachlesen.

Die User haben dank der Street-View-Technologie die Möglichkeit, sich auch innerhalb eines Gebäudes, wie beispielsweise in Shackletons Hütte, umzuschauen. Diese ist überraschenderweise auch nach mehr als einem Jahrhundert noch intakt. Es können gut erhaltene Lebensmittel, Medizin, Überlebensequipment und Expeditionsausrüstungen begutachtet werden.

Neue Technik im Einsatz
Die Panoramabilder wurden mithilfe einer leichten Stativkamera und einem Fischauge-Objektiv geschossen. Diese Geräte verwendet Google üblicherweise für die Fotografie von Innenräumen im Rahmen des Business Photos Program. "Wir haben mit dieser Technologie gearbeitet, weil sie tragbar, zuverlässig und einfach zu bedienen ist. Unsere Street View Trikes wären im Schnee wenig nützlich", so Alex Starns, Technical Program Manager von Google Street View.

"Unser Ziel ist es, Wissenschaftlern sowie Reise-Fans auf der ganzen Welt genaues, hochauflösendes Bildmaterial von historischen Stätten bereitzustellen", so Starns. Dank der Aufnahmen können Schulkinder in Bangalore Pinguinkolonien auf Snow Hill Island zählen. Geologen in Deutschland können vom Schreibtisch aus Sedimentschichten in den McMurdo Dry Valleys verfolgen. Ab sofort kann man sich auch ohne Stiefel und Fausthandschuhe zu Hause auf Expedition in die Antarktis begeben.

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