KATALOG
12/03/2010

Google: Maßnahmen gegen Copyright-Verstöße

Das US-Internet-Unternehmen hat einen Maßnahmenkatalog gegen Copyright-Verletzungen angekündigt. Der sieht unter anderem das Sperren gewisser Wörter für seine Autovervollständigungsfunktion vor.

Wer auf Google künftig nach nicht autorisierten Inhalten sucht, muss wohl Verzögerungen und Enttäuschungen in Kauf nehmen. Kent Walker, Leiter der Google-Rechtsabteilung, kündigte am Donnerstag im Public Policy Blog des Unternehmens, einen Maßnahmenkatalog des Unternehmens gegen "Online-Piraterie" an. Das vier Punkte umfassende Programm soll in den nächsten Monaten umgesetzt werden, schrieb Walker.

Vier-Punkte-Katalog=
In der Autovervollständigung der Google-Suche sollen künftig "Wörter die mit Piraterie" in Verbindung stehen, nicht mehr unterstützt werden, hieß es. Nähere Angaben dazu machte das Unternehmen nicht.

Google will auch schneller auf Hinweise von Rechteinhabern reagieren. Anfragen nach der Entfernung nicht autorisierter Inhalte nach dem US-Digital-Millenium-Copyright-Act (DMCA) will das Unternehmen künftig innerhalb von 24 Stunden beantworten.

Umgekehrt will Google aber auch schneller auf Einsprüche von Personen reagieren, die glauben, dass ihre Inhalte zu Unrecht entfernt wurden.

Weiter will Google künftig verstärkt darauf achten, dass Websites, die gegen das Copyright verstoßen, von seinem Werbenetzwerk AdSense verbannt werden. Dabei will Google die Zusammenarbeit mit Rechteinhabern intensivieren, so Walker.

Autorisierte Inhalte sollen auf Google in Zukunft leichter zu finden sein. So sollen etwa kurze Auszüge aus geschützten Werken in den Suchabfragen aufscheinen.

Bedenken von Bürgerrechtlern==

Die britische Open Rights Group kündigte gegenüber der BBC an,, Googles Vorgehen genau beobachten zu wollen. Die Bürgerrechtler befürchten etwa, dass Suchwörter wie "Torrent" bei Google künftig ins Hintertreffen geraten könnten.

"Viele kleine Softwareunternehmen und unabhängige Filmemacher sind beim Vertrieb ihrer Produkte auf Torrents angewiesen", sagte ein Sprecher der Open Rights Group zur BBC: "Es gibt keinen Grund sie zu benachteiligen."

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(futurezone)

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