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Frankreich
07/19/2012

Google muss Begriffe wie "Torrent" zensieren

Der oberste Gerichtshof in Frankreich hat entschieden, dass Google Begriffe wie „Torrent", „RapidShare" oder „Megaupload" bei der Suche nicht mehr automatisch vervollständigen darf. Das Urteil ist noch nicht endgültig. Google setzt dies in der Praxis längst um, will aber weiter gegen das Gerichtsurteil ankämpfen.

Die französische Musikverwertungsgesellschaft SNEP drängt schon seit Jahren darauf, Google zu unterbinden, nach Musik mit Begriffen wie „Torrent", „RapidShare" oder anderen Filehosting-Services suchen zu können. Vor allem die automatische Vervollständigung stößt SNEP bitter auf. Vor Gericht hatten sie bisher gegen Google keinen Erfolg, ihr Anliegen wurde zweimal abgeschmettert – bis sich nun der oberste Gerichtshof plötzlich auf die Seite der Verwertungsindustrie schlug.

Der oberste Gerichtshof ist der Meinung, dass Google zwar nicht für Urheberrechtsverletzungen verantwortlich sei, die auf anderen Websites durchgeführt werden, aber Google habe zumindest die Verantwortung darüber, es so schwer wie möglich zu machen, diese Websites aufzuspüren. Das berichtet TorrentFreak. Doch das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen, denn der Fall geht nun zurück zu einem anderen Gericht, wo die finale Entscheidung getroffen wird.

Der Prozess ist zudem reine „Formsache", denn Google hat längst weltweit die automatische Vervollständigung von Begriffen wie „Torrent" oder „RapidShare" abgestellt. Es geht Google natürlich aber ums Prinzip – schließlich will man selbst bestimmen können, welche Begriffe zensiert werden und welche nicht.

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