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Kartendienst
01/17/2012

Google soll OpenStreetMap manipuliert haben

Eine IP-Adresse, die dem Suchmaschinenanbieter zugeschrieben wird, hat die offenen Karten von OpenStreetMap (OSM) fehlerhaft verändert.

Laut einem Eintrag im offiziellen OpenStreetMap-Blog wurde Googles IP-Adresse dabei identifiziert, Daten missbräuchlich verändert zu haben. Dabei sollen unter anderem sehr subtile Manipulationen durchgeführt worden sein, wie etwa fälschliche Richtungsänderungen bei Einbahnstraßen. Das genaue Ausmaß des Vandalismus ist derzeit noch nicht absehbar. Im Laufe des letzten Jahres hatte OpenStreetMap laut eigenen Angaben 102.000 Zugriffe von dieser IP-Adresse, wobei 17 verschiedene Accounts benutzt wurden.

In der Stellungnahme zeigen die Initiatoren des offenen Kartendienstes Unverständnis: "Diese Aktionen sind uns rätselhaft, da wir bis zuletzt immer ein gutes Verhältnis zu Google gepflegt haben." Die OSM-Verantwortlichen warten nun auf eine Reaktion des Suchmaschinenriesen: „Wir nehmen die Qualität unserer Daten sehr ernst und erwarten eine Erklärung von Google, sowie entsprechende Maßnahmen, damit etwas Derartiges nicht wieder vorkommt.“

Die gleiche IP-Adresse wurde bereits vor Kurzem in einem anderen fragwürdigen Zusammenhang aufgedeckt. So sollen sich Google-Mitarbeiter Zugang zur Datenbank des kenianischen Start-up Mocality verschafft haben, um ein eigenes Produkt zu bewerben (die futurezone berichtete).

OpenStreetMap wird zudem immer mehr zum Konkurrenten bei Google. Seit Anfang Jänner hebt Google Gebühren ein, wenn zu viele Anfragen über die Programmierschnittstelle des Kartendienstes Google Maps eingehen. Einige Programmierer und Website-Betreiber, die Google Maps bisher integriert hatten, kehren Google nun den Rücken und setzen stattdessen auf den freien Kartendienst OpenStreetMap (die futurezone berichtete).

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