Digital Life
26.02.2013

Google startet Anmeldedienst Google+ Sign-In

Mit einem Klick sollen sich browsende Google-Nutzer auf neuen Webseiten anmelden können. Googles neuer Konkurrent zu Facebook Connect kann aber noch einiges mehr. Unter anderem werden Desktop- und Mobil-Erlebnis eng verbunden, Sharing erhält neben Betrachtungs- auch Aktions-Möglichkeiten.

Wie Google auf seinem Entwickler-Blog beschreibt, soll Google+ Sign-In in erster Linie einfach und sicher sein. Der neue Dienst gibt Betreibern von Webseiten die Möglichkeit, im Handumdrehen neue Registrierungen zu erhalten. Ein "Anmelden mit Google"-Button erlaubt das Übermitteln der eigenen Daten an den Webseiten-Betreiber, wobei auf die individuelle Sicherheitsstufe (etwa mittels 2-step verification) Rücksicht genommen wird. Beim Anmeldevorgang erhält man auch eine Auflistung auf die persönlichen Daten, die der jeweilige Webseitenbetreiber mit der Anmeldung erhält.

Mobil-Integration, Circles und Hangouts
Partner von Google+ Sign-In erhalten daneben eine Reihe weiter Möglichkeiten. Mit einem Button-Klick kann man etwa die Mobil-App einer Webseite direkt auf einem eigenen Android-Gerät installieren. Die Sharing-Funktion von Google+ Sign-In erlaubt die Auswahl einzelner Circles, sodass Inhalte gezielter Interessenten finden. Google+ Hangouts lassen sich direkt in Webseiten einbauen, um etwa die Nutzer eines Spiels per Videochat in Verbindung zu bringen.

Interaktive Posts
Der Dienst erlaubt außerdem den Einbau spezieller interaktiver Posts im Nachrichten-Stream eines Google+-Nutzers. Statt einen einfachen Link auf eine Webseite zu setzen, kann man seinen Social-Network-Bekanntschaften etwa eine direkte Shopping-Möglichkeit bieten, Musikinhalte im Stream aufrufbar machen oder eine Anmeldung auf einer Webseite mit einem Klick im Stream ermöglichen.

Kein Spam
Trotz der vielfältigen Sharing-Möglichkeiten will Google bei seinem neuen Produkt das übermäßige Verbreiten von Inhalten unterbinden. So wird es Webseiten und Apps, die Google+ Sign-In verwenden, nicht möglich sein, wahllos Nachrichten in den Streams ihrer Anwender zu posten. Ihre Inhalte sollen nur dann auftauchen, wenn ein Google+-Nutzer sie aktiv sucht.

Angriff auf Facebook
Mit einem eigenen Anmeldedienst begibt sich Google auf ein Terrain, das derzeit von Facebook dominiert wird. Mit dem Versuch, die Annehmlichkeiten von Facebook Connect noch zu erweitern, soll sich Google+ Sign-In nun am Markt bewähren. Die ersten Partner des Dienstes zeigen sich laut The Verge begeistert. Dazu zählen laut Google etwa der Musikerkennungsdienst Shazam, das Nachrichtenportal The Guardian oder der Bewertungsdienst Fancy. Die meisten Seiten werden Google+ Sign-In aber wohl vorerst eher als Alternative, nicht als Ersatz zu Facebook Connect anbieten.

Mehr Informationen für Entwickler gibt es hier.

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