Digital Life
18.06.2018

Google Translate für Gericht nicht zuverlässig genug

Polizisten in den USA verständigten sich mit einem Verdächtigen mithilfe von Googles Übersetzer-App.

Dass Googles Übersetzungs-Dienst nicht immer völlig ins Schwarze trifft, dürften viele User schon selbst erlebt haben. Nun gibt es in den USA ein Gerichtsurteil, das festhält, dass die Übersetzungs-App für den Einsatz von Behörden nicht geeignet ist, wie TechCrunch berichtet.

Hintergrund ist ein Fall, bei dem das Auto eines mexikanischen Staatsbürgers von US-Polizisten durchsucht wurde. Die Durchsuchung fand freiwillig statt – zumindest theoretisch. So sprach der Verdächtige kein Englisch, darum wurde er per Google Translate gefragt, ob er der Suche zustimme, was er bejahte.

Beweisverbot

Nun stellte das Gericht allerdings fest, dass die von der App gelieferten Übersetzungen nicht ausreichend genau waren. Die Durchsuchung, bei der Drogen gefunden wurde, war somit unzulässig. Das bedeutet im US-Rechtssystem, dass sie dem sogenannten Beweisverbot unterliegen und vor Gericht nicht zulässig sind.

Das Urteil bedeutet nicht, dass Google Translate oder ähnliche Apps künftig nicht in anderen Verfahren eingesetzt werden. Allerdings wirft es grundsätzliche Fragen über den Umgang mit derartiger Technologie vor Gericht auf.