Digital Life
19.08.2014

Google will seine Dienste für Kinder anbieten

Der Technologiekonzern prüft die Möglichkeit, seine Services auch für Kinder im Alter von unter 13 Jahren anzubieten. Datenschützer äußern Bedenken.

Derzeit beträgt das gesetzliche Mindestalter für einen Google-Account 13 Jahre. Laut einem Bericht von The Information plant Google mit speziellen Nutzerkonten seine Dienste auch für Kinder anzubieten.

So soll es auch möglich sein, eine eigene YouTube-Version für Kinder zur Verfügung zu stellen. Außerdem sollen Eltern die Internetaktivitäten ihre Kinder mithilfe eines Dashboards überwachen können.

Vor allem wenn es darum geht, neue Nutzer an seine Services zu binden, klingen die Pläne für Google vielversprechend. Auch Werbetreibende werden sich davon wohl einiges erwarten.

Kritik und Bedenken

Datenschützer sehen Googles Vorhaben kritisch. "Außer es wird richtig gemacht, wird Google die Privatsphäre von Millionen von Kindern bedrohen. Es obliegt dann nicht mehr den Entscheidungen der Eltern, wer Daten und Informationen über ihre Kinder sammelt", sagt Jeff Chester, Executive Director des Center for Digital Democracy gegenüber dem Wall Street Journal. Das Center for Digital Democracy habe seine Bedenken auch bereits der Federal Trade Commission mitgeteilt.

Accounts für Kinder

Wann Google Kinder-Accounts zur Verfügung stellen wird, ist noch nicht klar. Ebenso gibt es noch keine genauen Informationen darüber, wie ein solcher Kinder-Account im Detail aussehen soll.

Bei Yahoo gibt es bereits spezielle Nutzerkonten für Kinder. Für die Einrichtung eines solchen Accounts ist allerdings die Zustimmung der Eltern notwendig, die mit einer Kreditkartenabbuchung von 50 Cent eingeholt wird. Auch Facebook hat in der Vergangenheit vergeblich versucht, sein soziales Netzwerk für Kinder zu öffnen. Auch hier gilt das gesetzliche Mindestalter von 13 Jahren.