Digital Life
31.12.2016

Gratis-WLAN auch für ICE-Fahrgäste der zweiten Klasse

Ab Sonntag können auch Fahrgäste der zweiten Klasse in den ICEs der Deutschen Bahn kostenlos online gehen. Das Datenvolumen ist jedoch auf 200 MB pro Tag begrenzt.

Die Deutsche Bahn bietet ab Sonntag allen ICE-Fahrgästen auch in der zweiten Klasse kostenlos einen Internetzugang an. Der Datenaustausch über ein lokales Funknetz (WLAN) im Wagen soll deutlich stabiler und leistungsfähiger sein als bisher, kündigte das Unternehmen an. Die Umrüstung der Wagen und die Vorbereitung seien planmäßig bis Jahresende abgeschlossen worden, sagte eine Bahnsprecherin.

Die Fahrgäste der zweiten Wagenklasse erhalten ein Datenvolumen von 200 Megabyte (MB) pro Tag. Bis zu diesem Limit soll das Übertragungstempo bei knapp einem Megabit pro Sekunde liegen. Danach wird die Datenrate gedrosselt. Für Kunden der ersten Klasse ist das Datenvolumen nicht begrenzt.

250 Züge

Die Bahn hat die Funknetze in den Wagen ihrer rund 250 ICE-Züge mit einer modernen Technik ausgestattet. Dabei werden alle Mobilfunknetze an einer Bahnstrecke genutzt. Das Steuerungssystem greift auf die jeweils schnellsten Netze (LTE, UMTS) zu und kann die Kapazitäten mehrerer Netzbetreiber bündeln. Bislang wurde nur das Telekom-Netz angezapft.

Auf 15 Prozent der ICE-Strecken gibt es aber nach Angaben der Bahn noch Lücken in der Netzabdeckung der drei Mobilfunkanbieter. In der Praxis wird sich zeigen, wie oft die Internetverbindung noch abreißt, vor allem wenn die Züge voll sind und sich bis zu 800 Passagiere das bereitstehende Datenvolumen teilen müssen.

Österreich

In Österreich bietet die ÖBB in den Railjets kostenloses WLAN für alle Klasse an. Ein Limit bei Transfervolumen oder Geschwindigkeit gibt es laut den Bundesbahnen nicht. So heißt es dort lediglich: „Die Züge sind mit einem intelligenten Bandbreitenmanagement ausgerüstet. Diese sorgt für eine faire Verteilung der im Zug verfügbaren Bandbreite an die Fahrgäste. Darüber hinaus kann auch die Downloadgeschwindigkeit einer/eines Einzelnen eingeschränkt werden, wenn er/sie extrem datenintensive Dienste nutzt.“