Digital Life
14.07.2016

Großbritannien: Führerscheinprüfung wird mit Navi absolviert

In Großbritannien sollen Navigationsgeräte die Route bei der praktischen Führerscheinprüfung ansagen.

Seit der Einführung der theoretischen Prüfung im Jahr 1996 soll das die größte Veränderung für Fahranfänger sein. Durch die vom Navi geleitete Prüfung sollen die Strecken individueller werden, wodurch die Prüfer sich einfacher ein Bild von ihrem Prüflingen machen können, so die Driver and Vehicle Standards Agency (DVSA). Die Prüfer sollen für die Bewertung außerdem anstatt zehn Minuten 20 Minuten Zeit bekommen. Durch die Veränderung könnten allerdings Fahrmanöver wie zum Beispiel Einparken wegfallen.

Behörden folgen dem "Navi-Trend"

Da heutzutage immer mehr Fahranfänger Navigationsgeräte oder mobile Navigations-Apps wie zum Beispiel Google Maps fürs Smartphone verwenden, sei es wichtig zu prüfen, ob die Fahrer in der Lage sind ein Auto sicher zu bewegen während sie auf die Anweisungen ihres Navis hören, so die DVSA.

Für die Prüfung bekommen die Fahranfänger ein fest verbautes Navi im Prüfungsfahrzeug zur Verfügung gestellt. Die Route wird vor dem Test vom Fahrlehrer oder Prüfer eingegeben, so dass der Prüfling der Navigation nur noch folgen muss.

Höhere Verkehrssicherheit durch Satellitennavigation?

Das britische Zentrum für Verkehrsforschung „TRL“ stellt seit April 2015 fest, dass immer mehr Fahranfänger ein Navigationssystem während Fahrstunden verwenden und das die Unfallrate dadurch gesunken ist.