Digital Life
29.12.2017

Hacker legten Überwachungskameras in Washington lahm

Rumänische Ransomware soll zwei Drittel aller Überwachungskameras in Washington deaktiviert haben. Der Vorfall ereignete sich während Trumps Angelobung als US-Präsident.

Eine Hackerattacke hat kurz vor der Vereidigung von Donald Trump als US-Präsident am 20. Januar zur Lahmlegung von zwei Dritteln der Polizei-Überwachungskameras in Washington geführt. Wie das Justizministerium am Donnerstag mitteilte, wurden in diesem Zusammenhang am 15. Dezember zwei Rumänen in Bukarest festgenommen und jetzt in Abwesenheit in der US-Hauptstadt angeklagt.

Der „Washington Post“ zufolge wollen die USA ihre Auslieferung beantragen, um ihnen auf amerikanischen Boden den Prozess zu machen. Drei weitere Rumänen sollten in Europa vor Gericht gestellt werden.

Mit Ransomware befallen

Nach Angaben der Zeitung wurde am 12. Januar 2017 entdeckt, dass mehrere der insgesamt 187 im Freien angebrachten Polizei-Überwachungskameras nicht richtig funktionierten. Der Secret Service habe dann herausgefunden, dass Hacker am Werke gewesen seien, die Spam-Mails mit Erpressungssoftware an eine lange Liste von Empfängern verschickt hätten. Es habe dann ungefähr zwei Tage gedauert, das Problem zu lösen. In dieser Zeit, zwischen dem 12. und 15. Januar, seien 123 der Videokameras außer Betrieb gewesen. Unklar blieb, ob die Hacker wussten, dass sie Polizeicomputer infizierten.