Digital Life
08/04/2015

Hartlauer stoppt Dienstleistungsentgelt für Portierungen

Der Elektrohändler Hartlauer verlangte für Rufnummerportierungen neben Portierungskosten ein Dienstleistungsentgelt. Kunden sollen ihr Geld in Form von Gutscheinen zurückbekommen.

Der Foto- und Elektrohändler Hartlauer verlangt laut eigenen Angaben seit rund vier Wochen kein Dienstleistungsentgelt mehr für die Rufnummernmitnahme. Man habe die Praxis nach einem Hinweis eines Mobilfunkbetreibers sofort eingestellt, so Robert Hartlauer am Dienstag zur APA.

Die Kunden sollen die zusätzlich bezahlten 20 Euro aus Kulanz in Form von Gutscheinen zurückbekommen, versprach Hartlauer. Betroffen sei eine „relativ geringe Anzahl“ an Hartlauer-Kunden. Man werde sie über die Kundenkartei in nächster Zeit per E-Mail kontaktieren und ihnen das Dienstleistungsentgelt zurückerstatten, so Hartlauer. Laut dem Firmenchef erfolgt die Rückzahlung in Form von Gutscheinen nicht, weil man dazu verpflichtet sei, sondern weil es sich um ein „sensibles Thema“ handle und man zufriedene Kunden wolle.

Hartlauer hatte vergangenes Jahr zusätzlich zum per Verordnung festgelegten Portierentgelt von 19 Euro ein Dienstleistungsentgelt von 20 Euro eingeführt. Die Telekombehörde RTR hatte am Dienstag in einer Aussendung vor teuren Rufnummerportierungen im Einzelhandel gewarnt. Handelsunternehmen fallen laut RTR nämlich - anders als die Mobilfunker - nicht unter die Bestimmungen der Portier-Verordnung.