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Web 2.0
11/24/2010

Hitparade für das heimische Mitmach-Web

Mit "Social Media Ranking" ist eine neue Webseite online gegangen, die die Aktivitäten von Firmen, Politikern, Medien und Künstlern im sozialen Web analysiert und bewertet. Hinter dem Projekt stecken die Wiener Web-Agenturen Super-Fi und m-otion.

von Jakob Steinschaden

Red Bull führt mit 0,6 Prozentpunkten knapp vor KTM, Platz Drei geht an Ö3. Dahinter tummeln sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Kabarettist Michael Niavarani und Wien Tourismus. Das neu gestartete Social Media Ranking will auf einer eigenen Webseite in Zukunft darüber Auskunft geben, welche Firmen und Persönlichkeiten in Österreich bei den Web-Diensten Facebook und Twitter eine besonders hohe Reichweite haben.

Ein eigens entwickelter Algorithmus wertet über die so genannten APIs (Programmierschnittstellen) von Facebook und Twitter aus, wie viele Fans bzw. Followers die Firmen haben, wie oft sie selbst Status-Updates oder Tweets veröffentlichen und wie stark die Nutzer mit diesen veröffentlichten Inhalten interagieren (Kommentare, Retweets, etc.). Die Formel berücksichtigt dabei auch die Popularität der Web-Dienste selbst: Da Facebook in Österreich fast 100 Mal so viele User hat wie Twitter, wird das Online-Netzwerk stärker gewichtet. Personenbezogene Daten werden bei der API-Abfrage keine gespeichert, versichern die Betreiber.


Die derzeit vorliegende Alpha-Version des "Social Media Ranking" umfasst 23 Positionen, für die ein Wert zwischen 0 und 100 errechnet wird. Ein Mal wöchentlich (Montag 9:00 Uhr) werden die Daten aktualisiert und die in dem Ranking teilnehmenden Firmen und Personen in eine neue Rangfolge gebracht. Wer ins Ranking aufgenommen wird, entscheiden die Betreiber. Bewerben kann man sich hier.

In den kommenden Wochen soll der Dienst offiziell starten und dann ein umfangreicheres Ranking bieten. In Zukunft sollen auf Daten des Handyortungs-Services Foursquare in die Berechnung einfließen. Andere Web-2.0-Größen wie Last.fm, MySpace oder XING werden nicht berücksichtigt.

Wettstreit der Social-Media-Agenturen

Hinter dem neuen, kostenlos nutzbaren Service stecken die beiden Wiener Social-Media-Agenturen Super-Fi und m-otion. Ihnen dient die Webseite als eine Art Appetitanreger für Firmen, ebenfalls im Web 2.0 aktiv zu werden - immerhin ist es das Geschäft der beiden Firmen, andere Unternehmen in Sachen Socal Media zu beraten.

Die Wiener Agentur Digital Affairs hat Mitte Oktober einen sehr ähnlichen Web-Dienst ins Leben gerufen: Ihr Social Media Radar Austria wertet Nutzungsdaten von österreichischen Facebook- und Twitter-Usern aus und stellt sie grafisch dar. Ein Ranking der beliebtesten heimischen Firmen auf Facebook findet sich dort ebenfalls.

"Der Social Media Radar wertet Facebook, Twitter und bald Foursquare primär quantitativ aus und bietet einen sehr vollständigen und schön aufbereiteten Überblick über den österreichischen Markt", so die Betreiber des Social Media Ranking über die Konkurrenz. "Das Social Media Ranking versucht einen Überblick über die Gesamtperformance österreichischer Marken zu geben und ist in dieser Hinsicht eher eine Zusammenfassung der Aktivitäten in qualitativer Hinsicht."

Mehr zum Thema:

"Social Media Radar" für Österreich

(Jakob Steinschaden)

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