Digital Life
02.01.2017

Implantat soll HIV-Ansteckung verhindern

Das US-Unternehmen Intarcia entwickelt ein Implantat, das Träger vor dem HI-Virus schützt. Die Gates Foundation investiert 140 Millionen Dollar in das Projekt.

Um die Verbreitung von AIDS in Afrika einzudämmen, will die Stiftung von Melinda und Bill Gates in Zukunft eine neue Prophylaxe-Methode einsetzen. Ein Implantat unter der Haut soll mehrere Monate lang kontinuierlich ein Medikament in die Blutbahn des Trägers pumpen, das gegen eine Ansteckung mit dem HI-Virus schützt. 140 Millionen Dollar ist der Gates Foundation die Entwicklung dieses Implantats wert.

Entwickelt wird das "Medici Drug Delivery System", wie sich das Implantat nennt vom US-Unternehmen Intarcia Therapeutics. Laut dem Hersteller soll das Implantat wie ein dünnes, längliches Röhrchen aussehen und genügend Impfstoff beinhalten, um damit ein halbes bis ein Jahr lang damit auszukommen. Das Implantat soll neben der HIV-Prävention in Zukunft auch bei Typ-2-Diabetes eingesetzt werden können.

Wie Engadget berichtet, ist der Einsatz des Implantats aber noch einige Jahre entfernt. Noch müssen ein geeigneter Impfstoff gefunden und regulatorische Hürden genommen werden. Um als praxistaugliche Lösung in Afrika eingesetzt zu werden, sollten die Stückkosten außerdem sehr gering gehalten werden.