Digital Life
02.03.2013

In-App: 5-Jähriger gibt 2000 Euro am iPad aus

Im englischen Bristol staunten die Eltern des fünfjährigen Danny Kitchen nicht schlecht, als sie die Kreditkartenrechnung präsentiert bekamen. Der Junge hatte mit Erlaubnis der Eltern ein Gratis-Spiel heruntergeladen. Obwohl der Vater das Passwort für den Gratis-Kauf nur einmal eingegeben haben soll, fielen schließlich 1700 Pfund (knapp 2000 Euro) an Kosten an.

Denn wie sich später herausstellte, schaffte es der Fünfjährige innerhalb der kurzen Zeit von 15 Minuten wiederholt In-App-Inhalte um bis zu 69,99 Pfund zu erwerben, berichtet die BBC. Die E-Mails, in welchen die Eltern am nächsten Tag über die Einkäufe informiert wurden, wurden von diesen fälschlicherweise ignoriert, da sie an einen Fehler glaubten. Als dann jedoch die Kreditkarten-Firma wegen der ungewöhnlich hohen Kosten anrief, mussten die Eltern wohl oder übel den Tatsachen ins Auge blicken.

Eine Passwort-Eingabe genügt
„Wir wissen eigentlich immer noch nicht, wie er es geschafft hat“, werden die Kitchens zitiert. Seit dem iOS-Update 4.3 vor zwei Jahren trennt Apple nämlich aufgrund ähnlicher Beschwerden App- und In-App-Einkäufe mittels erneuter Passworteingabe. Eine Hintertür bietet aber die Einstellung, dass das Passwort nach Standard-Einstellung nur alle 15 Minuten eingegeben werden muss. Der Konzern zeigte sich zur Abwechslung einmal gesprächsbereit und erließ den Eltern ausnahmsweise die Summe.

Wer sicher gehen will, dass Kinder auf dem iPad, iPhone oder iPod Touch nicht eigenhändig Apps herunterladen oder In-App-Käufe tätigen, kann dies unter Einstellungen – Allgemein – Einschränkungen festlegen. Dabei kann auch ausgewählt werden, dass nur Apps zugelassen sind, die für das Alter des Kindes freigegeben sind. Auch die Nutzung einzelner Programme wie etwa des Safari-Browsers oder der Kamera können hier beschränkt werden. Die Einstellungen sind mit einem Zahlencode geschützt.

Sammelklage
Erst vor wenigen Tagen hatte Apple eine Sammelklage aus dem Jahr 2011

, in dem es ebenfalls um nicht autorisierte In-App-Käufe ging. Eltern hatten damals geklagt, da damals für den Kauf keine weitere Passworteingabe erforderlich war und viele Kinder Hunderte an Dollar ausgaben.

Mehr zum Thema

  • In-App-Käufe: Apple legt Sammelklage bei