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In-App: 5-Jähriger gibt 2000 Euro am iPad aus

Denn wie sich später herausstellte, schaffte es der Fünfjährige innerhalb der kurzen Zeit von 15 Minuten wiederholt In-App-Inhalte um bis zu 69,99 Pfund zu erwerben, berichtet die BBC. Die E-Mails, in welchen die Eltern am nächsten Tag über die Einkäufe informiert wurden, wurden von diesen fälschlicherweise ignoriert, da sie an einen Fehler glaubten. Als dann jedoch die Kreditkarten-Firma wegen der ungewöhnlich hohen Kosten anrief, mussten die Eltern wohl oder übel den Tatsachen ins Auge blicken.

Eine Passwort-Eingabe genügt
„Wir wissen eigentlich immer noch nicht, wie er es geschafft hat“, werden die Kitchens zitiert. Seit dem iOS-Update 4.3 vor zwei Jahren trennt Apple nämlich aufgrund ähnlicher Beschwerden App- und In-App-Einkäufe mittels erneuter Passworteingabe. Eine Hintertür bietet aber die Einstellung, dass das Passwort nach Standard-Einstellung nur alle 15 Minuten eingegeben werden muss. Der Konzern zeigte sich zur Abwechslung einmal gesprächsbereit und erließ den Eltern ausnahmsweise die Summe.

Zwei Screenshots von iPhone-Einstellungen für „Einschränkungen“ und „Zulässiger Inhalt“.

Wer sicher gehen will, dass Kinder auf dem iPad, iPhone oder iPod Touch nicht eigenhändig Apps herunterladen oder In-App-Käufe tätigen, kann dies unter Einstellungen – Allgemein – Einschränkungen festlegen. Dabei kann auch ausgewählt werden, dass nur Apps zugelassen sind, die für das Alter des Kindes freigegeben sind. Auch die Nutzung einzelner Programme wie etwa des Safari-Browsers oder der Kamera können hier beschränkt werden. Die Einstellungen sind mit einem Zahlencode geschützt.

Sammelklage
Erst vor wenigen Tagen hatte Apple eine Sammelklage aus dem Jahr 2011

, in dem es ebenfalls um nicht autorisierte In-App-Käufe ging. Eltern hatten damals geklagt, da damals für den Kauf keine weitere Passworteingabe erforderlich war und viele Kinder Hunderte an Dollar ausgaben.

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